Blindgänger an Kölner Uniklinik: Bombe erfolgreich entschärft!

Köln - In Köln-Lindenthal wurde bei Bauarbeiten eine Bombe gefunden. Es handelt sich um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Er liegt mitten auf dem Areal der Kölner Uniklinik

Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde auf dem Gebiet der Uniklinik Köln in Köln-Klettenberg gefunden.
Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde auf dem Gebiet der Uniklinik Köln in Köln-Klettenberg gefunden.  © Horst Konopke

Die Bombe in Köln-Lindenthal wiegt nach Angaben der Stadt Köln 250 Kilogramm und stammt aus Großbritannien.

Die Fliegerbombe sollte zunächst am Dienstag entschärft werden, teilte die Stadt Köln in einer ersten Information mit.

Der genaue Fundort liegt an der Robert-Koch-Straße, Höhe Hausnummer 20. 

Der Fundort wurde abgesperrt, eine Evakuierung wird vorbereitet.

Der vorläufige Evakuierungsradius um die Bombe beträgt aktuell 300 Meter.

Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort und planen die Evakuierung und die Entschärfung.

Update, 21. Oktober, 13.48 Uhr: Sperrungen werden langsam wieder aufgehoben

Der Blindgänger nach der erfolgreichen Entschärfung.
Der Blindgänger nach der erfolgreichen Entschärfung.  © Horst Konopke

Nach der erfolgreichen Entschärfung der Bombe werden die Verkehrssperrungen nach und nach wieder aufgehoben. Es könne jedoch wegen Rücktransporten von Patientinnen und Patienten auf dem Klinikgelände und ins Krankenhaus Weyertal zu Verzögerungen kommen.

"Anwohner können wieder zurück in ihre Häuser und Wohnungen", teilte die Stadt Köln mit.

Update, 21. Oktober, 13.40 Uhr: Bombe erfolgreich entschärft

Um 13.31 Uhr wurde die Bombe erfolgreich durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft, wie die Stadt Köln mitteilte.

Die Verkehrssperrungen dauern zunächst aber noch an.

Update, 21. Oktober, 13.13 Uhr: Freigabe zur Entschärfung erteilt

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat vom Ordnungsamt der Stadt Köln um 13.07 Uhr die Freigabe zur Entschärfung der Bombe erhalten.

Update, 21. Oktober, 12.45 Uhr: Klingelrundgänge abgeschlossen

Die Polizei sperrt den Evakuierungsbereich ab.
Die Polizei sperrt den Evakuierungsbereich ab.  © Horst Konopke

Wie die Stadt Köln mitteilte, ist der zweite Klingelrundgang seit 12.10 Uhr beendet. Personen, die sich immer noch unbemerkt im Evakuierungsbereich befinden, werden zum unverzüglichen Verlassen aufgefordert.

Die Maßnahmen der Feuerwehr sind ebenfalls abgeschlossen. Das Ordnungsamt wartet derzeit auf die Evakuierung von Teilen der Uniklinik sowie vom Krankenhaus Weyertal. Dann soll die Freigabe für die betroffenen Gebäude gegeben werden.

"Wenn alle genannten Personen und Patienten den Evakuierungsbereich verlassen haben und die Krankentransporte abgeschlossen sind, wird das Ordnungsamt die Freigabe zur Entschärfung geben", teilte die Stadt mit. Ein genauer Zeitpunkt stehe bislang nicht fest.

Bei der Entschärfung kann es zu zwei Knallgeräuschen kommen. So wird eine genannte Raketenklemme verwendet, um den Aufschlagzünder von der Bombe zu lösen.

Update, 21. Oktober, 11 Uhr: Anlaufstelle für Evakuierte im Apostelgymnasium eingerichtet

Wegen der am Dienstag in Lindenthal gefundenen Weltkriegsbombe sind von der Evakuierung rund 1100 Anwohner betroffen. Hinzukommen rund 55 Patientinnen und Patienten der Frauenklinik der Uniklinik und rund 150 weitere, die stationär im Krankenhaus Weyertal behandelt werden. 

Die Verlegung von Patientinnen und Patienten der Unikliniken für Orthopädie und für Zahnheilkunde regele die Uniklinik eigenständig, wie die Stadt Köln mitteilte.

Anlaufstelle für die evakuierten Anwohner ist das Apostelgymnasium in der Biggestraße 2.

Gegen 10 Uhr hat das Ordnungsamt den ersten Klingelrundgang beendet und alle Anwohner aufgefordert, den Evakuierungsbereich zu verlassen. In einem zweiten Klingelrundgang werde sichergestellt, dass alle Personen den Evakuierungsbereich verlassen haben, informierte die Stadt.

Erst wenn alle Personen evakuiert und auch die Krankentransporte abgeschlossen seien, werde die Freigabe zur Entschärfung durch das Ordnungsamt erteilt. Der genaue Zeitpunkt stehe jedoch noch nicht fest.

Der gesamte Bereich sollte aufgrund der Straßensperrungen großräumig umfahren werden. Insbesondere gesperrt sind die Kerpener Straße zwischen Joseph-Stelzmann-Straße und Universitätsstraße, die Robert-Koch-Straße zwischen Kringsweg und Zülpicher Straße, sowie die Straße Weyertal zwischen An St. Laurentius und Zülpicher Straße.

Informationen zur Entschärfung erhalten Betroffene beim Bürgertelefon unter 0221/221-0 sowie beim Servicetelefon des Ordnungs- und Verkehrsdienst unter 0221/221-32000.

Update, 18.37 Uhr: Uni ebenfalls stark betroffen

Wie die Universität Köln mitteilte, müssen wegen der Entschärfung am Mittwoch auch die Universitätsbibliothek, ein Hörsaalgebäude, eine Mensa und das Prüfungsamt geschlossen bleiben. Insgesamt könnten 32 Objekte nicht öffnen. 

Update, 15.12 Uhr: Entschärfung auf Mittwoch verlegt

Der Blindgänger am Kölner Uniklinikum kann erst am Mittwoch entschärft werden. Auf dieses Zeitfenster haben sich die Experten von Kampfmittelbeseitigungsdienst und Ordnungsamt Köln festgelegt.

Weil viele Klinik-Abteilungen betroffen sind, benötigen die Helfer einen Vorlauf für die Evakuierung. 

  • Nach aktuellem Stand wird das Ordnungsamt am Mittwoch, 21. Oktober 2020, ab 9 Uhr die Privathaushalte und anliegenden Gewerbebetriebe evakuieren. 
  • Noch am heutigen Dienstag, 20. Oktober 2020, wird der Ordnungsdienst der Stadt Köln ein Infoschreiben an Anwohner und Gewerbetreibende verteilen. 
  • Eine Anlaufstelle soll am Apostel-Gymnasium, Biggestraße 2, 50931 Köln-Lindenthal, aufgebaut werden.

Der endgültige Evakuierungsbereich wird noch bestimmt, aktuell beträgt er 300 Meter. Allein im Krankenhaus Weyertal sind rund 150 Patienten in stationärer Behandlung. Wann der Blindgänger am Mittwoch konkret entschärft wird, steht noch nicht fest.

Update, 14.02 Uhr: Weitreichende Evakuierung an Klinik notwendig

Die blaue markierte Fläche muss für die Entschärfung evakuiert werden.
Die blaue markierte Fläche muss für die Entschärfung evakuiert werden.  © Stadt Köln

Wie die Stadt Köln mitteilt, muss wegen der geplanten Entschärfung zunächst eine komplizierte Evakuierung an der Uniklinik gestartet werden.

"Der Zeitpunkt der Entschärfung steht noch nicht fest", so ein Sprecher der Stadt. Betroffen sind unter anderem die Frauenklinik mit Geburtsstation, die Zahnklinik, und die Klinik für Orthopädie sowie das Krankenhaus Weyertal.

Von den Evakuierungsmaßnahmen sind aufgrund des 300-Meter-Radius rund 1.100 Anwohner betroffen. Wie viele Patienten betroffen sind, werde momentan ermittelt.

Im Süden muss bis zur Zülpicher Straße evakuiert werden, im Osten ist die Joseph-Stelzmann-Straße die ungefähre Grenze.

Update, 13.12 Uhr: Fundort an der Uniklinik in Köln

Der Fundort des Blindgängers liegt auf dem Gebiet der Kölner Uniklinik. Die Straße liegt zwischen Kita der Uniklinik, dem Institut für Neurophysiologie Köln und dem Center for Molecular Medicine Köln.

Zuletzt wurde Anfang Oktober ein großer Blindgänger in Köln-Klettenberg gefunden. Er musste gesprengt werden.

Noch immer liegen zahlreiche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in Köln vergraben. Von einer Bombenart geht besondere Gefahr aus.

Titelfoto: Horst Konopke

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