Bombe in Köln-Klettenberg: Sprengung in der Nacht erfolgreich

Köln -  In Köln-Klettenberg ist am Dienstag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe wiegt 500 Kilo und hat einen gefährlichen Langzeitzünder, der jederzeit zünden könnte.

Der Blindgänger wurde in Köln-Klettenberg gefunden. Die Bombe hat einen Langzeitzünder. (Symbolbild)
Der Blindgänger wurde in Köln-Klettenberg gefunden. Die Bombe hat einen Langzeitzünder. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Wegen der Gefahr des Blindgängers muss die Bombe möglichst rasch entschärft werden, teilte die Stadt Köln mit.

Der Blindgänger wurde bei Bauarbeiten an der Luxemburger Straße entdeckt.

Die Gebäude um den Fundort wurden sofort evakuiert. Ein konkreter Radius für die Evakuierung wird erarbeitet.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.

Update, 7. Oktober, 1.30 Uhr: Bombe erfolgreich gesprengt

Wie die Stadt Köln mitteilte, ist die Sprengung des Blindgängers gegen 1.10 Uhr erfolgreich verlaufen. Die Straßensperren wurden wieder aufgehoben.

Die evakuierten Anwohner konnten anschließend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Einige mussten jedoch noch länger warten, weil ihre Häuser erst noch nach Schäden abgesucht werden mussten.

"Das Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Köln war mit 140 Kräften im Einsatz, die Feuerwehr mit 40 Personen, die Landespolizei mit 28. Die Hilfsorganisationen (ASB, DRK, Malteser) haben die Evakuierung mit rund 50 Personen unterstützt", hieß es von der Stadt.

Update, 23.30 Uhr: Weiterer Sand wird benötigt

Vor der Sprengung müssen weitere 28 Tonnen Sand zum Fundort geschafft werden. Mittlerweile sind 209 Personen in der Anlaufstelle "Südstadion" und werden dort mit Getränken und warmen Speisen versorgt. Es gibt weiterhin einen Shuttlebus, der Anwohner an der Ecke Sülzburgstraße/Luxemburger Straße abholt.

Update, 21.48 Uhr: Massen an Sand werden zum Fundort geschafft

Soeben gab die Stadt Köln einen Zwischenstand der Vorbereitungen zur Sprengung ab. Demnach werden gerade 30 Kubikmeter (42 Tonnen) Sand zum Ort des Geschehens gebracht. Zudem unterstützt die Feuerwehr die Befüllung von Wassersäcken.

Ein genauer Zeitpunkt für die Sprengung steht noch immer nicht fest. Die Stadt bittet die betroffenen Anwohner darum, Ruhe zu bewahren.

Update, 20.57 Uhr: Zeitpunkt der Sprengung noch nicht absehbar

Auf Nachfrage teilte ein Sprecher der Stadt Köln mit, dass derzeit noch kein Zeitpunkt für die kontrollierte Sprengung genannt werden kann. Die Vorbereitungen des Kampfmittelräumdienstes seien im Gange.

Sobald es einen neuen Stand gibt, will die Stadt darüber sofort informieren.

Update, 19.52 Uhr: Bombe muss gesprengt werden

Wie die Stadt soeben bekannt gab, kann die Bombe nicht entschärft werden. Stattdessen muss der Blindgänger vor Ort in dieser Nacht kontrolliert gesprengt werden.

Über 7000 Anwohner sind von der Evakuierung betroffen und müssen sich nun weiter gedulden.

Update, 18.39 Uhr: Freigabe zur Entschärfung

Die Freigabe zur Entschärfung der Weltkriegsbombe in Köln-Klettenberg ist vom Ordnungsamt an den Kampfmittelbeseitigungsdienst erteilt worden.

Update, 18.33 Uhr: Entschärfung am Abend geplant

Der zweite Klingelrundgang ist seit 18 Uhr beendet, wie ein Sprecher der Stadt Köln mitteilte. Dabei musste eine renitente Familie  aus ihrer Wohnung geholt werden. Die Polizei musste eingreifen.

104 Personen sind in der Anlaufstelle "Südstadion" versammelt, hieß es.

Bei der Evakuierung wurden zwei positive Corona-Fälle und neun Corona-Verdachtsfälle ermittelt. Die betroffenen Personen wurden isoliert evakuiert und untergebracht. 

Die Entschärfung der Bombe soll am Abend stattfinden.

Update, 17.26 Uhr: Zahlreiche Umleitungen im Verkehr

Die Luxemburger Straße ist nun bereits ab Sülzburgstraße gesperrt. Die KVB-Linie 18 verkehrt nicht zwischen den Haltestellen "Eifelwall" und "Hürth-Hermülheim".

Die KVB-Linie 13 fährt den normalen Linienweg aus Ehrenfeld kommend nur bis "Zülpicher Straße/Gürtel", ab dort bis zur Endhaltestelle der Linie 9 (Sülz, Hermeskeiler Platz).

Update, 16.45 Uhr: Zweiter Klingeldurchgang läuft

Der zweite Klingeldurchgang läuft, wie ein Sprecher der Stadt Köln am Nachmittag mitteilte. Mehr als 60 Personen hätten sich bisher in der Anlaufstelle "Südstadion" eingefunden. Die Stadt Köln ruft alle Bürger auf, den Sperrbereich nicht zu betreten

Verkehrsteilnehmer werden gebeten, Rettungsgassen für Krankentransporte zu bilden.

Update, 13.17 Uhr: 7200 Menschen von Evakuierung in Köln-Klettenberg betroffen

Der Blindgänger wurde bei Bauarbeiten an der Luxemburger Straße entdeckt.
Der Blindgänger wurde bei Bauarbeiten an der Luxemburger Straße entdeckt.  © Horst Konopke

Rund 7.200 Personen sind von der Evakuierung betroffen. Eine Anlaufstelle für evakuierte Anwohner wird im Südstadion, Zugang über Vorgebirgsglacisweg, eingerichtet. 

Busse sollen die Menschen an der Ecke Sülzgürtel/Luxemburger Straße abholen und direkt zur Anlaufstelle am Südstadion fahren, teilte die Stadt Köln mit.

Das Ordnungsamt habe den ersten Klingeldurchgang begonnen. Zunächst werden die Gebäude rund um den Fundort evakuiert, hieß es.

Die weitere Evakuierung des Gebietes erfolge innen vom Fundort nach außen. 

Eine klare Botschaft der Stadt Köln vorab: "Evakuierungsverweigerer werden notfalls mit Zwang aus dem Bereich entfernt."

Ein Zeitpunkt für die geplante Entschärfung stehe noch nicht fest, kann aber erst nach der erfolgreichen Evakuierung erfolgen.

Weitere Informationen erhalten Betroffene beim Bürgertelefon unter 0221/221-0 sowie beim Servicetelefon des Ordnungs- und Verkehrsdienst unter 0221/221-32000.

Titelfoto: Horst Konopke

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