Bombe in Köln-Neuehrenfeld: Blindgänger erfolgreich entschärft

Köln – In Köln-Neuehrenfeld wurde bei Bauarbeiten am Donnerstagnachmittag eine englische Fünf-Zentner-Bombe mit einem Aufschlagzünder gefunden. Der Blindgänger konnte am späten Donnerstagabend entschärft werden.

Auf der Karte ist zu sehen, welche Bereiche und Häuser evakuiert werden müssen.
Auf der Karte ist zu sehen, welche Bereiche und Häuser evakuiert werden müssen.  © Stadt Köln

Laut Bericht der Stadt wurde die Bombe in Höhe der Hausnummern 201 bis 203 gefunden. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um eine scharfe Bombe handelte, mussten knapp 1800 Personen in einem Radius von 300 Metern evakuiert werden.

Im Albert-Magnus-Gymnasium an der Ottostraße 87 hatte die Stadt eine Anlaufstelle für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner eingerichtet.

Update, 22.53 Uhr: Blindgänger erfolgreich entschärft

Michael Andryanow (38, l.) und Marcel Biewald (43) vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf konnten die Bombe entschärfen.
Michael Andryanow (38, l.) und Marcel Biewald (43) vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf konnten die Bombe entschärfen.  © Stadt Köln

Die Weltkriegsbombe konnte um 22.23 Uhr erfolgreich entschärft werden.

In den kommenden Minuten werden die Straßensperrungen schrittweise aufgehoben. Ab diesem Zeitpunkt können auch alle Anwohnerinnen und Anwohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Die 15 kranken oder gehbehinderten Menschen werden ebenfalls in ihre Wohnungen gebracht.

Wie die Stadt mitteilte, waren insgesamt 75 Kräfte des Ordnungsdienstes im Einsatz. Die Feuerwehr Köln hatte sieben Kräfte eingesetzt und die Polizei neun.

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Die Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz und Malteser haben die Evakuierung mit 35 Kräften unterstützt.

Update, 21.56 Uhr: Freigabe zur Entschärfung

Die Freigabe zur Entschärfung wurde um 21.51 Uhr an den Kampfmittelbeseitigungsdienst erteilt.

Update, 21.16 Uhr: Sperrung des Luftraums geplant

Um kurz nach 21 Uhr teilte die Stadt mit, dass der zweite Klingeldurchgang beinahe abgeschlossen sei.

Zudem habe sich die Zahl der Krankentransporte auf 15 erhöht, heißt es weiter. In der Anlaufstelle im Albertus-Magnus-Gymnasium befinden sich rund 150 Personen.

Die Einsatzleitung wird die Sperrung des Luftraums bei der Flugsicherung für gegen 21.30 Uhr beantragen.

Update, 20.02 Uhr: Zweiter Klingeldurchgang beginnt

In Kürze wird der Ordnungsdienst mit dem zweiten Klingeldurchgang beginnen.

Währenddessen müssen 13 kranke oder gehbehinderte Personen mit Krankenwagen aus ihren Wohnungen gebracht werden.

130 Personen haben inzwischen den Weg in die Aula des Albert-Magnus-Gymnasiums gefunden. Hilfsorganisationen versorgen sie dort mit Getränken und Snacks.

Sobald der zweite Klingeldurchgang abgeschlossen ist, werden die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf mit der Entschärfung der britischen Fünf-Zentner-Bombe beginnen.

Update, 19.13 Uhr: Erster Klingeldurchgang läuft

Am Abend gab die Stadt bekannt, dass die Vorbereitungen für die Entschärfung voranschreiten würden.

Das Ordnungsamt der Stadt sei damit beschäftigt, den ersten Klingeldurchgang durchzuführen, um rund 1800 Menschen zu evakuieren.

Sobald die Evakuierung abgeschlossen ist, werden folgende Straßen gesperrt:

  • Liebigstraße zwischen Herkules- und Hornstraße
  • Wöhlerstraße
  • Methweg
  • Hans-Wild-Straße
  • Pettenkoferstraße

Die KVB-Linie 142 wird zwischen Bahnhof Ehrenfeld und Bahnhof Nippes umgeleitet über Ehrenfeldgürtel, Parkgürtel und Geldernstraße.

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Die Bombe wurde am Nachmittag bei Bauarbeiten gefunden.
Die Bombe wurde am Nachmittag bei Bauarbeiten gefunden.  © 123RF/aprior

Originalmeldung von 16.09 Uhr, zuletzt aktualisiert: 22.53 Uhr

Titelfoto: Montage: Stadt Köln, 123RF/aprior

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