Corona in Köln breitet sich aus: Mehr Infizierte, mehr Klinik-Patienten

Köln - In Köln steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter stark an. Henriette Reker (63, parteilos), Oberbürgermeisterin der Stadt, appelliert erneut an die Kölner. 

Henriette Reker (63, parteilos) Oberbürgermeisterin von Köln, blickt während einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in die Runde.
Henriette Reker (63, parteilos) Oberbürgermeisterin von Köln, blickt während einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in die Runde.  © Marius Becker/dpa

"Dass Bund und Land neue kontaktreduzierende Regelungen angekündigt haben, begrüße ich daher ausdrücklich", so Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Sie bittet um die aktive Hilfe der Kölner: "Der Schlüssel, das Virus unter Kontrolle zu halten, liegt in der Kontaktreduzierung."

Am Mittwoch stieg die Inzidenzzahl auf 195,5. Nachweislich sind momentan 2.587 Kölner mit dem Coronavirus infiziert, Tendenz steigend.

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Auch die Zahl der Patienten mit dem Coronavirus in Krankenhäusern ist weiter angestiegen. So liegen momentan 214 Infizierte in Kölner Kliniken, 36 davon sogar auf einer Intensivstation.



Stadt Köln weitet Quarantänepflicht aus

Seit einigen Wochen steigt der Anteil der Positiv-Testungen in Köln deutlich. Laut Stadt Köln waren durchschnittlich 7,40 Prozent aller Befunde in den letzten sieben Tagen positiv.

Weil die Zahl der Corona-Infizierten weiter steigt und die Stadt Köln kaum noch alle Infektionsketten verfolgen kann, gilt eine Ausweitung der Quarantänepflicht. Sie tritt am Donnerstag in Kraft.

"Symptomatische Personen, die sich auf das Coronavirus testen lassen, müssen sich in häusliche Quarantäne begeben und dürfen die Wohnung so lange nicht verlassen und keinen Besuch empfangen, bis ein negatives Testergebnis vorliegt", heißt es konkret in der Mitteilung der Stadt Köln.

Wer künftig positiv getestet worden ist, ist weiterhin verpflichtet, die häusliche Quarantäne weiterhin einzuhalten. Dies gilt auch, wenn sich das Gesundheitsamt nicht meldet. 

Die Stadt Köln räumt ein, das es mitunter dauern kann, bis Infizierte von der Stadt Köln kontaktiert werden. Die Stadt informiert hier auf einer eigenen Corona-Informationsseite.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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