Auffällig hohe Meldungen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kölner Testzentrum

Köln - Die Staatsanwaltschaft Köln hat Ermittlungen gegen den Betreiber eines Corona-Testzentrums aufgenommen.

Die Strafe wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrugs dürfte eine saftige sein für das Kölner Testzentrum. (Symbolbild)
Die Strafe wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrugs dürfte eine saftige sein für das Kölner Testzentrum. (Symbolbild)  © Bernd Wüstneck/dpa

Es werde der Verdacht des Abrechnungsbetrugs geprüft, sagte am Dienstag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Nach einem Bericht der "Tagesschau" hat das Testzentrum am Stadion von Viktoria Köln viel mehr Bürgertests angegeben als tatsächlich durchgeführt worden sind.

Fast jeden Tag melde das Zentrum eine sehr hohe Zahl von Bürgertests ans NRW-Gesundheitsministerium, andererseits entdecke die Teststelle aber so gut wie keine Infizierten.

Mitte Mai zum Beispiel seien bei den Teststellen in NRW im Schnitt an jedem Tag etwa fünf Prozent der Corona-Tests positiv gewesen. In dem Testzentrum am Stadion seien es dagegen meist nur etwa 0,2 Prozent oder weniger gewesen.

WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" haben die Teststelle demnach überprüft und an mehreren Tagen von Öffnung bis Schließung die Menschen gezählt, die sich dort testen lassen wollten. Am 13. Mai seien zum Beispiel 52 Fußgänger und 101 Autos gezählt worden. Gemeldet habe die Teststelle für diesen Tag aber 2670 Bürgertests.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa

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