Stadt Köln: Corona-Infizierte müssen ihre Quarantäne ab Montag selbst regeln

Köln – Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat am gestrigen Donnerstag die Corona-Test-und-Quarantäneverordnung geändert. Die Stadt Köln zieht mit und wird in der Kontrolle lascher: Wer sich mit dem Coronavirus infiziert, ist ab Montag (24. Januar) mehr auf sich allein gestellt.

Aktuell liegt die Inzidenz in Köln bei 573,0, Tendenz steigend. (Symbolbild)
Aktuell liegt die Inzidenz in Köln bei 573,0, Tendenz steigend. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Somit gilt ab kommender Woche: Wer ein positives PCR-Test-Ergebnis erhält oder wenn der Schnelltest positiv ausfällt und die jeweilige Person keinen PCR-Kontrolltest durchführt, muss der oder die Infizierte "unverzüglich nach Erhalt des positiven Testergebnisses auf direktem Weg in Isolierung", heißt es seitens der Stadt.

An sich ist das nichts Neues, allerdings erhalten infizierte Kölner und deren Mitbewohner oder Haushaltsangehörige künftig keine Ordnungsverfügung durch das Gesundheitsamt mehr. Das heißt, dass sich das Gesundheitsamt nicht mehr zwangsläufig telefonisch bei den Erkrankten meldet.

Gleiches gilt für das Ende der Isolierung. Die Quarantäne endet entweder nach sieben Tagen mit einer Freitestung oder nach zehn Tagen ohne Test.

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Allerdings wird es ab der kommenden Woche ein sogenanntes "Digitales Kontaktmanagement-Portal (DiKoMa)" der Stadt Köln geben. Dort können Infizierte ihr Testergebnis eintragen und über ein persönliches Konto ihrer Gesundheitsdaten einpflegen.

Dort könne laut Mittelung der Stadt ebenfalls ein "Symptomtagebuch" geführt werden. Gezielt können dann diejenigen vom Gesundheitsamt kontaktiert werden, die eine stärkere Symptomatik aufweisen. Das DiKoMa soll ab kommender Woche freigeschaltet werden.

Nicht-Geboosterte Kontaktpersonen müssen ebenfalls in Quarantäne

Wer sich infiziert, muss sich künftig eigenständig um seine Quarantäne und seine Kontaktpersonen kümmern. (Symbolbild)
Wer sich infiziert, muss sich künftig eigenständig um seine Quarantäne und seine Kontaktpersonen kümmern. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Allerdings weist die Stadt darauf hin, dass Erkrankte weiterhin auf sich achten sollten und ihren Arzt oder ihre Ärztin kontaktieren müssen, wenn sie sich unwohl fühlen.

Das Gesundheitsamt stehe aber weiterhin telefonisch zur Verfügung. Kölner ohne Internetzugang können sich ebenfalls unter der 0221/221-33500 bei den Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes melden.

Weiterhin weist die Stadt darauf hin, dass sich Haushaltsangehörige ebenso in Quarantäne begeben müssen, wenn sie nicht geboostert sind oder ihre zweite Impfung mehr als 90 Tage zurückliegt.

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Darüber hinaus sollen Infizierte ihre Kontaktpersonen informieren, die sich dann "bestmöglich isolieren" und sich testen lassen sollten.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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