Ostern naht, Tausende Besucher täglich:  So reagiert der Kölner Dom auf das Coronavirus

Köln - Auch der Kölner Dom bleibt vom Coronavirus nicht verschont und sorgt mit Einschränkungen vor. Ein Sprecher informierte jetzt über die aktuellen Maßnahmen wegen des Coronavirus. Der Kölner Dom bleibt geöffnet, aber es gibt mehrere Einschränkungen für Besucher.

Der Kölner Dom bei Nacht.
Der Kölner Dom bei Nacht.  © dpa / Oliver Berg

Etwa 20.000 bis 30.000 Besucher, Gläubige und Touristen besuchen täglich den Kölner Dom, der Kölns berühmtestes und am häufigsten besuchtes Wahrzeichen ist.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus greift das Bistum Köln durch und hat einige Einschränkungen erlassen.

Ein Sprecher des Doms teilte mit, dass der Kölner Dom vorerst geöffnet bleiben kann, da momentan wenig Besucher in der Stadt seien. Da große Messen wie die Fibo ohnehin abgesagt wurden und andere Großveranstaltungen wie in der Lanxess-Arena ausfallen, reisen nicht mehr so viele Menschen nach Köln.

Die Zahl der Besucher im Kölner Dom sinkt somit ohnehin aufgrund der einschränkenden Maßnahmen.

Für Gläubige gibt es zusätzlich mehrere Einschränkungen. Das Weihwasserbecken ist leer. Der Friedensgruß in Messen, der normalerweise per Handschlag erfolgt, soll ohne Handschlag erfolgen. Die Kommunion sollen Gläubige möglichst per Hand zu sich nehmen, nicht per Mund.

Die Gottesdienste im Kölner Dom finden weiterhin Stadt, da laut Sprecher des Metropolitankapitels nicht mehr als 1000 Gläubige pro Gottesdienst erscheinen.

Osterfest stellt Kölner Dom wegen Coronavirus vor Probleme

Das Osterfest als wichtigstes Fest der Kirche stellt den Kölner Dom allerdings vor Probleme, da während der Ostertage viele Gläubige zu den Messen erwartet werden. Laut Sprecher werde "aktuell nach einer Lösung gesucht" damit Ostern im Kölner Dom zugleich feierlich und verantwortungsvoll begangen werden kann.

Bereits abgesagt sind die Domlesung am 12. März im Rahmen der Lit.Cologne und die Veranstaltung Nightfever am 14. März 2020.

Bereits am 28. Februar hatte der Kölner Dom auf das Coronavirus reagiert und die Weihwasserbecken leer gelassen, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. 

Dompropst Gerd Bachner hatte da auch zu einem Friedensgruß per Lächeln oder Zunicken empfohlen.

Rainer Maria Woelki, Kardinal der römisch-katholischen Kirche, Erzbischof von Köln, hält einen Gottesdienst im Dom ab.
Rainer Maria Woelki, Kardinal der römisch-katholischen Kirche, Erzbischof von Köln, hält einen Gottesdienst im Dom ab.  © Andreas Arnold/dpa

Titelfoto: dpa / Oliver Berg

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