Coronavirus in NRW: Zahl der Arbeitslosen steigt!

Köln – In NRW konnten einige Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Covid-19 zuletzt wieder gelockert werden. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Auch Kinos dürfen seit Samstag (30. Mai) wieder öffnen.
Auch Kinos dürfen seit Samstag (30. Mai) wieder öffnen.  © Felix Kästle/dpa

Das Landesgesundheitsministerium hat am Dienstag 54 Corona-Neuinfektionen gemeldet, womit die Zahl aller Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 38.081 angestiegen ist. 

Die meisten (14) gab es in Essen. Innerhalb eines Tages starb ein Mensch infolge einer Corona-Infektion, im Zuge der Pandemie sind bisher 1598 Menschen in NRW gestorben.

Dem Landesgesundheitsministerium zufolge veränderte sich die Zahl der Genesenen bis Dienstag nicht (33.892), weil die kommunalen Gesundheitsämter über Pfingsten keine aktuellen Zahlen dazu vermeldeten. 

Rund 2590 Menschen sind den Zahlen zufolge aktuell infiziert.

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Alle Ticker-Meldungen bis zum 23. Mai findest Du hier.

Update, 3. Juni, 16.26 Uhr: Corona-Krise kostet Kommunen Milliarden

Die Corona-Krise belastet die Kommunen in Nordrhein-Westfalen nach einer Studie allein in diesem Jahr mit bis zu 7,2 Milliarden Euro. Neben den Steuerausfällen enthält diese Zahl auch geringere Einnahmen, etwa im öffentlichen Nahverkehr, sowie höhere Sozialausgaben. Erstellt hat die Untersuchung Prof. Martin Junkernheinrich von der Technischen Universität Kaiserslautern für die SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Die SPD forderte schnelle Hilfen für die Kommunen.

Auf Basis der aktuellen Steuerschätzung würden die NRW-Kommunen 3,8 Milliarden Euro weniger einnehmen, sagte Junkernheinrich am Mittwoch. Die Mindereinnahmen wegen weniger verkaufter Fahrkarten, geschlossener Bäder, Theater und anderer Einrichtungen bezifferte er auf 700 Millionen Euro, die höheren Sozialausgaben auf 300 Millionen.

Update, 3. Juni, 12.44 Uhr: Zahl der Arbeitslosen steigt stark an

Ein Schild mit dem Symbol der Bundesagentur für Arbeit steht vor der Zweigstelle der Agentur.
Ein Schild mit dem Symbol der Bundesagentur für Arbeit steht vor der Zweigstelle der Agentur.  © Fabian Strauch / dpa

Die Einschränkungen der Corona-Pandemie treiben die Arbeitslosenzahlen in NRW weiter in die Höhe. 

Im Mai seien in Nordrhein-Westfalen 757.118 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen - 5,4 Prozent mehr als im April, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mit. 

Bereits im April war die Arbeitslosenzahl infolge des coronabedingten Einbruchs der Wirtschaft deutlich nach oben geschnellt.

Die Arbeitslosenquote stieg im Mai in Nordrhein-Westfalen um 0,3 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent. Damit liegt sie um 1,2 Prozentpunkte höher als im gleichen Zeitraum 2019. 

Üblicherweise entwickelt sich der Arbeitsmarkt um diese Jahreszeit positiv. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verpassten diesem Effekt jedoch einen deutlichen Dämpfer. 

Erst zum zweiten Mal sei in einem Mai die Arbeitslosigkeit angestiegen, sonst sei dies eher im Winter der Fall.

Update, 3. Juni, 11.04 Uhr: Coronatests bei 400 Mitarbeitern des Paketzustellers DPD

Der Zusteller DPD hat 400 Beschäftigte seines Duisburger Paketsortierzentrums vorsorglich auf das Coronavirus testen lassen. Die Ergebnisse sollten spätestens bis Ende der Woche vorliegen, sagte ein Sprecher des Paket- und Expressdienstleisters am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Nachdem es in den vergangenen drei Wochen sieben Infektionen gegeben habe, sei der Reihentest vorsorglich vorgenommen worden - bei 400 von insgesamt 1000 Beschäftigten am Standort.

Update, 3. Juni, 10.34 Uhr: Ferienfreizeiten wieder erlaubt

Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche sind ab sofort auch wieder unter freiem Himmel möglich, wie die NRW-Landesregierung am Mittwoch mitteilte. Dies betrifft auch Ferienspielangebote, Stadtranderholungen und Ferienfahrten, die sich in den Sommerferien ebenfalls besonderer Beliebtheit erfreuen. "Das sind tolle und wichtige Nachrichten für die Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen, denn sie waren in den letzten Monaten von der Corona-Pandemie besonders betroffen", so Kinder- und Jugendminister Joachim Stamp (FDP).

Update, 3. Juni, 9.04 Uhr: NRW-Industrie produziert weniger - starker Rückgang bei Autobranche

Die nordrhein-westfälische Industrie hat bereits im ersten Quartal 2020 - noch vor dem Einbruch durch die Corona-Pandemie - weniger Waren produziert. Der Warenwert ging im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 72,1 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch mitteilte.

Am stärksten war der Rückgang bei Autos und Autoteilen (minus 18 Prozent). Einstellige Rückgänge verzeichneten die Metallbranche (minus 9,7 Prozent), der Maschinenbau (minus 5,1) und die Chemie (minus 2,5). Zuwächse von mehr als 10 Prozent gab es dagegen bei der Nahrungs- und Futtermittelindustrie.

Update, 3. Juni, 8.08 Uhr: Bahnen werden wieder voller - Hygienemaßnahmen wichtiger

Ein Zug des Anbieters Abellio fährt auf seinem Gleis.
Ein Zug des Anbieters Abellio fährt auf seinem Gleis.  © Bernd Thissen/dpa

Weil Busse und Bahnen mit den Corona-Lockerungen wieder voller werden, verstärken die Betreiber ihre Hygienemaßnahmen. Trotzdem haben viele Fahrgäste weiterhin "ein mulmiges Gefühl", wie der Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn NRW mitteilte. Inzwischen seien auf vielen Linien die Fahrgastzahlen wieder stark gestiegen. 

Eine Einhaltung der Abstandsregeln in den Spitzenzeiten sei da kaum mehr möglich. Daher solle geprüft werden, ob größere Fahrzeuge eingesetzt werden können. Zudem fordert der Verband eine regelmäßige Reinigung der Fahrzeuge.

Die Deutsche Bahn und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) wollen an diesem Mittwoch in Düsseldorf Hygienemaßnahmen in den Zügen vorstellen.

Update, 2. Juni, 17.05 Uhr: 40 aktiv Infizierte in Köln

Mit Stand Dienstag, 2. Juni 2020, 15.30 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 2.480 bestätigten Corona-Virus-Fall. 2.341 Kölnerinnen und Kölner konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, wie die Stadt Köln mitteilte.

Aktuell seien 40 Kölner am Corona-Virus erkrankt, hieß es.

Update, 2. Juni, 16.35 Uhr: Berichterstattung über Corona auf dem Prüfstand

Kein systematisches Dramatisieren, sondern eine breit aufgestellte und differenzierte Berichterstattung - dieses Zeugnis stellt eine große Studie den klassischen Medienhäusern in Deutschland für die ersten drei Monate nach Ausbruch des Coronavirus aus. 

Für die Analyse der Universität Münster hat ein vierköpfiges Forscherteam um Kommunikationswissenschaftler Thorsten Quandt etwa 100.000 Beiträge von 78 Nachrichtenmedien ausgewertet, die von Anfang Januar bis zum 22. März bei Facebook veröffentlicht wurden. 

Etwa 18.000 dieser Beiträge beschäftigten sich mit der Lungenkrankheit Covid-19.

Update, 2. Juni, 12.35 Uhr: Verkehr in NRW fast auf Vor-Corona-Niveau

Das Verkehrsaufkommen in Nordrhein-Westfalen nähert sich allmählich dem Vor-Corona-Niveau an. Über das gesamte Pfingstwochenende seien auf den Autobahnen etwa 82 Prozent des Vorjahresverkehrs gemessen worden, teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW am Dienstag mit. 

Der Pfingstmontag allein habe rund 87 Prozent des Verkehrsaufkommens des Pfingstmontages von 2019 aufgewiesen. "An normalen Werktagen sind wir auf einem Niveau von 70 bis 80 Prozent des normalen Verkehrs", sagte eine Sprecherin von Straßen.NRW.

Zwischenzeitlich hatte Corona in NRW zu einer beispiellosen Verkehrsberuhigung auf den Straßen geführt. So waren am Wochenende 21./22. März 70 Prozent weniger Verkehr als im Vergleichszeitraum 2019 verzeichnet worden.

Update, 2. Juni, 08.35 Uhr: Eltern klagen am OVG auf Aufnahme von durchgängigem Präsenzunterricht

Am Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen sind mehrere Klagen von Eltern auf durchgängigen Präsenzunterricht in den Schulen anhängig. Die Kläger richten sich damit gegen die Coronabetreuungsverordnung, wie das OVG am Dienstag in Münster auf Anfrage mitteilte. 

Eine Familie mit vier Kindern aus Euskirchen verweist auf das in der Verfassung festgeschriebene Recht auf Bildung. Der Unterricht über Datenplattformen oder per Email führe bestenfalls zur Erhaltung der vorhandenen Kenntnisse, wie die Rechtsanwälte schriftlich zur Begründung mitteilten. Die Coronabetreuungsverordnung vom 20. Mai sei unverhältnismäßig.

Eine Familie aus Köln mit zwei Kindern hat ebenfalls Klage eingereicht. Nach Angaben des OVG wird eine Entscheidung frühestens in der kommende Woche fallen. In dieser Woche will das OVG nach Angaben einer Sprecherin Entscheidungen zu einem Quarantäne-Fall und zu einer Forderung nach unbeschränktem Kontaktsport verkünden.

Titelfoto: Fabian Strauch / dpa

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