Coronavirus in NRW: Unter 2000 aktive Corona-Infizierte

Köln – In NRW konnten einige Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Covid-19 zuletzt wieder gelockert werden. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Auch Kinos dürfen seit Samstag (30. Mai) wieder öffnen.
Auch Kinos dürfen seit Samstag (30. Mai) wieder öffnen.  © Felix Kästle/dpa

 In Nordrhein-Westfalen sind 101 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit erhöhte sich am Samstag die Gesamtzahl der daran in Nordrhein-Westfalen erkrankten Menschen auf 38 521, wie das NRW-Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. 

35.048 Menschen wurden dem Ministerium als genesen gemeldet. Damit erhöhte sich die Zahl der wieder gesunden Patienten von Freitag auf Samstag um 232. Insgesamt 1622 Menschen starben infolge einer Erkrankung, die Zahl stieg von Freitag auf Samstag um sechs.

Die höchste Sieben-Tages-Inzidenz hatten der Kreis Kleve und die Stadt Duisburg. Dieser Wert beschreibt, wie viele Neuinfektionen es innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gegeben hat. 

In Duisburg lag der Wert am Samstag bei 11,8. Im Kreis Kleve wurde der Wert mit 11,9 angegeben. Die anderen 51 Kreise und Städte hatten nur einstellige Werte. Bei einem Wert über 50 würden Lockerungen wieder beschränkt werden.

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Update, 6. Juni, 9.12 Uhr: 43 DPD-Mitarbeiter in Duisburg positiv getestet

Mitarbeiter eines Corona-Labors in Köln.
Mitarbeiter eines Corona-Labors in Köln.  © Oliver Berg/dpa-Pool/dpa

Der Paketzusteller DPD hat nach vorsorglichen Reihentests in einem Sortierzentrum bei 43 Mitarbeitern Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Insgesamt waren rund 400 Mitarbeiter des Standorts Duisburg getestet worden, wie ein Sprecher von DPD am Freitag erklärte. 

Alle Infizierten stehen demnach unter häuslicher Quarantäne. Insgesamt arbeiten rund 1000 Menschen für den Standort in der Ruhrgebietsstadt. Mithilfe weiterer Tests solle die Entwicklung im Betrieb in Duisburg beobachtet werden. 

Laut Mitteilung läuft die Arbeit im Zentrum planmäßig weiter.

Update, 5. Juni, 16.12 Uhr: Gericht kippt Quarantäne für Auslandsrückkehrer nach NRW

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die vom Land angeordnete häusliche Quarantäne für Auslandsrückkehrer außer Vollzug gesetzt. Das Land dürfe nicht pauschal für Rückkehrer aus Nicht-EU-Ländern eine 14-tägige Quarantäne anordnen, entschied das OVG am Freitag in einem Eilverfahren. Es könne aber Risikogebiete ausweisen, bei denen die Verhängung einer Quarantäne gerechtfertigt sei

Update, 5. Juni, 14.43 Uhr: Corona-Soforthilfen erschlichen: Durchsuchungen im Kreis Kleve

Wegen mutmaßlichen Subventionsbetrugs bei Corona-Soforthilfen haben Polizisten am Freitag erneut zehn Objekte im Kreis Kleve durchsucht. Die Aktion erfolgte nach diversen Strafanzeigen von Geldinstituten sowie der Bezirksregierung Düsseldorf, teilte das federführende Polizeipräsidium Krefeld mit. Beschuldigt würden 15 Personen in Rees, Goch, Emmerich, Issum, Geldern und Wachtendonk, so Polizei und Staatsanwaltschaft Kleve.

Die Verdächtigen sollen sich insgesamt 72.000 Euro erschlichen haben, 66.500 Euro davon seien aber bereits vorab durch Kontopfändungen eingezogen worden, hieß es in der Mitteilung. 2000 Euro Bargeld und zahlreiche Unterlagen wurden bei den Durchsuchungen beschlagnahmt, wie die Behörden später mitteilten.

Update, 5. Juni, 12.43 Uhr: FDP-Fraktionsspitze will "epidemische Lage" beenden

Die Fraktionsspitze der FDP im NRW-Landtag hat sich dafür ausgesprochen, die "epidemische Lage" am 14. Juni zu beenden. Es sei an der Zeit, die Lage neu zu bewerten, teilte FDP-Fraktionschef Christof Rasche am Freitag mit.

Es gebe aber noch keinen Fraktionsbeschluss. Zunächst soll der Bericht von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an den Landtag abgewartet werden. Der Landtag hatte am 14. April wegen der Corona-Pandemie eine «epidemische Lage von landesweiter Tragweite» ausgerufen. Sie müsste nach zwei Monaten verlängert werden.

Würde die epidemische Lage aufgehoben, wären automatisch alle auf dieser Grundlage getroffenen Anordnungen des Gesundheitsministers außer Kraft gesetzt.

Update, 5. Juni, 11.43 Uhr: Corona-Lockerungen sorgen für besseres Geschäftsklima

Die Stimmung in der nordrhein-westfälischen Wirtschaft hat sich nach den Lockerungen in der Corona-Krise aufgehellt. Zwar habe sich die aktuelle Geschäftslage im Mai weiter leicht verschlechtert, doch die Unternehmen blickten deutlich weniger pessimistisch in die Zukunft als noch im April, berichtete die NRW.Bank am Freitag. Der Konjunkturindikator der Bank, das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima, verbesserte sich von seinem Allzeittief im April mit -40,4 Punkten auf minus -29,8 Punkte im Mai.

Update, 5. Juni, 09.43 Uhr: Ab 15. Juni: Alle Grundschüler in NRW wieder täglich in die Schule

Alle Kinder im Grundschulalter sollen in Nordrhein-Westfalen ab dem 15. Juni wieder täglich zur Schule gehen. Das kündigte das Schulministerium am Freitag in Düsseldorf an. Bis zu den Sommerferien sollen die Kinder an allen Wochentagen die Grundschulen besuchen.

Update, 4. Juni,15.04 Uhr: Bafög-Studenten können länger Hilfen erhalten

Studierende in Nordrhein-Westfalen können wegen der coronabedingten Erhöhung der Regelstudienzeit auch länger BAföG beziehen. Das Wissenschaftsministerium habe bereits Mitte April per Rechtsverordnung geregelt, dass sich in Corona-Zeiten die individualisierte Regelstudienzeit der eingeschriebenen Studierenden um ein Semester erhöhe, teilte Ministerinn Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Donnerstag mit. 

Damit werde nun auch die Höchstbezugsdauer für BAföG um ein Semester verlängert. Derzeit ist NRW nach Angaben der Ministerin das einzige Bundesland mit einer derartigen Regelung.

Update, 4. Juni, 13.51 Uhr: 26 Menschen in Bonn akut an Covid-19 erkrankt

Mit Stand Donnerstag, 4. Juni 2020, verzeichnet das Gesundheitsamt der Stadt Bonn 26 Personen, die akut an Covid-19 erkrankt sind. In den vergangenen sieben Tagen seien in Bonn 12 Neuinfektionen registriert worden, hieß es.

Update, 4. Juni, 13.25 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet lobt Konjunkturpaket

Armin Laschet (CDU), lobt das Konjunkturpaket.
Armin Laschet (CDU), lobt das Konjunkturpaket.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat das milliardenschwere Konjunkturpaket der großen Koalition als "guten Beschluss" gelobt. 

Es sei "sehr klug" gewesen, die Kommunen strukturell zu entlasten, sagte Laschet am Donnerstag in Berlin. 

Dadurch hätten "die Kommunen Luft zum Atmen". Auch der soziale Zusammenhalt werde durch die Hilfen des Bundes gestärkt.

Wesentliche Punkte aus dem Impulspapier Nordrhein-Westfalens fänden sich in dem Berliner Beschluss wieder, sagte Laschet, der auch CDU-Bundesvize ist und den CDU-Bundesvorsitz anstrebt. 

So entspreche das Volumen des Konjunkturpakets in Höhe von 130 Milliarden Euro dem NRW-Vorschlag, mindestens 120 Milliarden Euro an Hilfen bereitzustellen.

Update, 4. Juni, 11.25 Uhr: Kinderärzte: Sommerferien zur Förderung von Kindern nutzen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat eine Förderung benachteiligter Kinder in den Sommerferien gefordert. "Wir sehen schon heute eine enorme Leistungsspreizung zwischen Schülern aus sozial benachteiligten Familien und solchen, in denen die Eltern die nötigen Ressourcen haben, um ihre Kinder als Hilfslehrer zu unterstützen", sagte Verbandspräsident Thomas Fischbach am Donnerstag laut Mitteilung in Köln. 

"Hier muss dringend für einen Ausgleich gesorgt werden. Wir brauchen Stützkurse für benachteiligte Kinder." Dafür sollten die Sommerferien genutzt werden.

Der digitale Unterricht während der Corona-Zeit habe Kinder benachteiligt, "deren Eltern keine Zeit und keine Kompetenzen hatten zum Home-Schooling", sagte der Solinger Kinderarzt. "Falls der Fernunterricht nach den Sommerferien weitergehen muss, brauchen wir hier dringend Verbesserungen." 

Schulen müssten eine bessere digitale Ausstattung und Lehrer entsprechende Fortbildungen erhalten.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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