Coronavirus in NRW: Konzept für Düsseldorfer Freizeitmesse wird geprüft

Köln – In NRW konnten einige Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Covid-19 zuletzt wieder gelockert werden. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Im Kreis Kleve gab es 54 positive Corona-Tests nach einer privaten Feier (Archivbild).
Im Kreis Kleve gab es 54 positive Corona-Tests nach einer privaten Feier (Archivbild).  © Sven Braun/dpa

Landesweit kletterten die Gesamtinfektionszahlen in NRW über das Wochenende wieder leicht nach oben: nach Statistiken des Gesundheitsministeriums zwischen Freitag und Sonntag um 314 auf über 46.000 seit Beginn der Pandemie. 

Davon sind die weitaus meisten den Angaben zufolge wieder genesen. 

Mehr als 1700 Menschen mit Coronavirus sind in NRW gestorben. Nur Bayern hat im Ländervergleich höhere Fallzahlen (49 710) und Todesfälle (2616) zu beklagen als das einwohnerstärkste Bundesland NRW.

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Update, 15. August, 13.06 Uhr: Bonner SC muss Vorbereitung nach fünf Corona-Fällen unterbrechen

Wie der Verein bekannt gab, wurden beim Bonner SC fünf Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Betroffenen müssen nun zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen.

Es seien Spieler, Trainer- und Funktionsteam getestet worden, so die Verantwortlichen. Sie seien nach Absprache mit dem Gesundheitsamt bis Dienstag ebenfalls in Isolation.

Die Testreihe war durchgeführt worden, nachdem ein Spieler Corona-Symptome gezeigt hatte.

„Damit ist die Vorbereitung auf die Anfang September beginnende Spielzeit zunächst einmal unterbrochen worden“, sagt BSC-Sportvorstand Stefan Krämer, „das trifft uns empfindlich, aber vorrangig ist die Gesundheit von Spielern und direktem Umfeld.“

Am Dienstag soll eine zweite Testreihe stattfinden, um zu klären, ob das Training dann wieder fortgeführt werden dann. Zwei Testspiele, die am heutigen Samstag sowie am morgigen Sonntag stattfinden sollten, mussten abgesagt werden.

"Nachwuchsabteilung, Futsaler und zweite Mannschaft des Bonner SC sind von den Corona-Fällen nicht betroffen", teilte der Verein mit. Es würden jedoch keine Namen veröffentlicht werden, um die Persönlichkeitsrechte der betroffenen zu sichern.

Update, 15. August, 9.16 Uhr: Konzept für Freizeitmesse in Düsseldorf wird geprüft

Die Caravan-Messe in Düsseldorf soll am 4. September starten. (Fotomontage)
Die Caravan-Messe in Düsseldorf soll am 4. September starten. (Fotomontage)  © David Young/dpa / Henning Kaiser/dpa

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium nimmt auch das Corona-Schutzkonzept für die Freizeitmesse Caravan Salon in Düsseldorf unter die Lupe.

"Das Konzept liegt uns vor, wir schauen es uns an", sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage.

Der Caravan Salon soll vom 4. bis zum 13. September auf dem Düsseldorfer Messegelände seine Tore öffnen. Für den 4. September ist auch das umstrittene Großkonzert im benachbarten Fußballstadion Merkur Spiel-Arena geplant.

Die Düsseldorfer Messe erklärte, ihr Hygienekonzept entspreche allen Vorgaben des NRW-Gesundheitsministeriums und der städtischen Behörden.

"Der Caravan Salon darf stattfinden entsprechend der aktuellen Fassung der vom NRW-Gesundheitsministeriums erlassenen Corona-Schutzverordnung, in der auch die Veranstaltung von Fachmessen erlaubt und geregelt ist", betonte Wolfram Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf.

Für Prüfung und Bewertung des Konzepts sei das örtliche Gesundheitsamt zuständig, sagte der Ministeriumssprecher. "Aufgrund der besonderen Bedeutung wird das Konzept aber auch von uns angeschaut."

Die Messe will nur 20.000 Tagesbesucher zulassen, deutlich weniger als üblich. Tickets werden ausschließlich online, nach namentlicher Registrierung verkauft. Die Besucher müssen in den Hallen einen Mund-Nase-Schutz tragen.

Campingwagen und Wohnmobile dürfen gleichzeitig nur von Personen aus einem Haushalt besichtigt werden. Die Messe sei in der Lage "die Einhaltung aller Maßgaben jederzeit zu gewährleisten", versicherte Diener.

Update, 14. August, 17.54 Uhr: NRW-Grüne wagen ersten "normalen Parteitag"

Als erste der fünf Landtagsparteien treffen die nordrhein-westfälischen Grünen am Samstag (10.30 Uhr) trotz Corona-Pandemie wieder zu einem Parteitag vor Ort zusammen. Unter strengen Infektionsschutzvorkehrungen tagen die rund 280 Delegierten in den Dortmunder Westfalenhallen.

Der achtköpfige Landesvorstand mit Mona Neubaur und Felix Banaszak an der Spitze stellt sich komplett zur Wiederwahl – bislang ohne Gegenkandidaten für das Führungstandem.

Ein Hauptthema des auf einen Tag halbierten Delegierten-Treffens sollen Auswege und Konsequenzen aus der Corona-Krise sein.

In einem Leitantrag fordert der Landesvorstand eine umfassende Teststrategie für Schulen, Kitas, Pflegeheime, Sammelunterkünfte, Schlachtbetriebe, Logistikzentren und andere besonders gefährdete Bereiche.

Update, 14. August, 15.34 Uhr: Weiter steigende Corona-Belastung im Ruhrgebiet

In NRW stecken sich täglich etwa 538 Menschen mit Corona an. (Symbolbild)
In NRW stecken sich täglich etwa 538 Menschen mit Corona an. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Im Ruhrgebiet steigt die Zahl der Coronainfektionen weiter an: In fünf Städten und Kreisen gab es innerhalb von sieben Tagen über 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervor.

Betroffen waren: Duisburg mit 26,3, der Kreis Unna mit 26,9, Bochum mit 29,3, Hagen mit 29,7 und Herne mit 30,7 (Stand: 14. August, 00.00 Uhr). Ab 50 können neue Regeln zur Eindämmung des Ansteckungsrisikos verhängt werden.

In Herne seien am Freitag 13 der 21 positiv Getesteten Reiserückkehrer gewesen, weitere sieben hätten Kontakt mit Infizierten gehabt, berichtete eine Sprecherin der Stadt.

Nur eine Infektion sei nicht zuzuordnen gewesen. "Es ist nicht so, dass sich die Lage plötzlich komplett verändert hätte", beschrieb sie die Situation vor Ort.

Die Stadt Bochum appellierte an alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten, sich unbedingt beim Gesundheitsamt zu melden. Angesichts von bislang erst rund 900 Rückmeldungen, sei dies nicht bei allen der Fall, sagte ein Sprecher der Stadt.

In Hagen seien die Infektionsketten bislang nachvollziehbar, sagte ein Sprecherin auf Anfrage.

Um die Ansteckungen kontrollieren und eindämmen zu können, müssen sich alle Reisenden aus Risikogebieten wie Spanien, Rumänien oder Luxemburg testen lassen.

Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums ist jede vierte Ansteckung auf Reiserückkehrer zurückzuführen.

In NRW steckten sich laut RKI 538 Personen innerhalb eines Tages mit dem Coronavirus an. Rund 4800 Personen waren hier am Freitag noch infiziert.

Seit Beginn der Pandemie sind nach Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums knapp 53.700 Fälle bestätigt worden – rund 47 200 sind bereits genesen.

Update, 14. August, 15.32 Uhr: Gericht untersagt Feier mit 70 Gästen

Wenige Stunden vor einer geplanten privaten Geburtstagsfeier mit 70 Gästen auf einem Balkon in Münster hat das Verwaltungsgericht das Aus der Veranstaltung bestätigt.

Wegen der Corona-Bestimmungen hatte das Ordnungsamt der Stadt die Feier untersagt. Das Gericht bestätigte diese Sicht in einem Eilverfahren und untersagte das Treffen am Freitagabend.

Begründung: Ein 26. Geburtstag sei kein "herausragender Anlass" wie bei einem Jubiläum, einer Hochzeit oder einem runden Geburtstag, den die Coronaschutzverordnung mit höchstens 150 Teilnehmern zulasse.

Der Antragsteller aus Münster hatte die Nachbarschaft über seinen Plan informiert. Davon erfuhr das Ordnungsamt

Update, 14. August, 13.52 Uhr: Grundschule in Hamminkeln wegen Corona-Fall bis Montag zu

Eine Grundschule in Hamminkeln am Niederrhein ist nach einem Corona-Fall im Kollegium von Freitag bis einschließlich Montag geschlossen worden.

Eine Lehrerin sei positiv auf das Corona-Virus getestet worden, teilten der Kreis Wesel und die Stadt Hamminkeln mit. Die Frau sei in Quarantäne, die Kontaktnachverfolgung laufe. Sie habe keinen Kontakt zu den Schulkindern gehabt.

Einige Kollegen hätten sie allerdings privat getroffen, sodass sie auch in 14-tägige Quarantäne kamen und keinen Unterricht machen können. Der Unterricht müsse nun von den verbliebenen Lehrern geleistet werden. Am Dienstag solle der Unterricht wieder starten.

Zum Schulbeginn nach den Sommerferien am Mittwoch hatte es an mehreren Schulen in NRW Corona-Fälle gegeben. Teils mussten einzelne Klassen nach Hause, mancherorts wurden Schulen geschlossen.

Update, 14. August, 12.54 Uhr: NRW hat bislang fünf Millionen Euro für Sportvereine gezahlt

Andrea Milz (CDU), Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt. (Archivfoto)
Andrea Milz (CDU), Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt. (Archivfoto)  © Federico Gambarini/dpa

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Antragsfrist zur Unterstützung von Sportvereinen um drei weitere Monate verlängert.

Wie die Staatskanzlei in Düsseldorf am Freitag bekanntgab, kann die Soforthilfe Sport für die Folgen der Corona-Pandemie nun noch bis zum 15. November 2020 beantragt werden.

Sportvereine können aus diesem Hilfsfonds Mittel bis zu 50.000 Euro erhalten. Laut Mitteilung der Staatskanzlei konnten bislang über 700 Vereine mit rund fünf Millionen Euro unterstützt werden.

Ursprünglich sollte die Antragsfrist am 15. August ablaufen. "Ich freue mich, dass die Soforthilfe Sport zur Unterstützung notleidender Sportvereine fortgeführt werden kann", sagte die Staatssekretärin für Sport in NRW, Andrea Milz.

Und weiter: "Damit stärken wir unsere Sportvereine in dieser schwierigen Zeit und geben ihnen eine Hilfe zur Existenzsicherung".

Update, 13. August, 15.34 Uhr: Entscheidung über Düsseldorfer Großkonzert spätestens vier Tage vorher

Ob das umstrittene Großkonzert in Düsseldorf stattfinden darf, entscheidet sich spätestens am 31. August – vier Tage vor dem eigentlichen Termin.

Auf diesen Kompromiss einigten sich die Stadt Düsseldorf und die Landesregierung, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr. Entscheidend soll dann das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen sein.

Update, 13. August, 6.14 Uhr: Schule in Viersen geschlossen

Kurz nach dem Start in das neue Schuljahr ist eine Grundschule im Viersener Stadtteil Süchteln wieder geschlossen worden. Eine Lehrerin der Martinschule sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Schule am Mittwoch mit. Da die erste Konferenz des Kollegiums in einem Raum stattgefunden habe, sei vorsorglich das gesamte Personal unter Quarantäne gestellt worden. 

"Da ohne Lehrerinnen kein Unterricht mehr möglich ist, bleibt die Schule bis zum 24.8.2020 geschlossen", schrieb die Schule auf ihrer Webseite.

Die Kinder hätten zu keiner Zeit Kontakt mit der Erkrankten gehabt. Ob es eine Notbetreuung für die Schülerinnen und Schüler geben wird, steht demnach noch nicht fest.

Update, 12. August, 15.31 Uhr: 163 Corona-Infizierte in Köln

Mit Stand Mittwoch, 12. August 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln 163 Kölner, die am Coronavirus erkrankt sind. Dies teilte die Stadt Köln am Nachmittag mit.

Titelfoto: David Young/dpa / Henning Kaiser/dpa

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