Streit eskaliert, Schüsse fallen: ein Toter, zwei Schwerverletzte

Bergheim (NRW) – Bei Schüssen auf drei Männer in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) ist am Donnerstagabend ein 33-Jähriger ums Leben gekommen.

Die Polizei ermittelt, nachdem in Bergheim ein 33-jähriger Mann durch Schüsse ums Leben gekommen ist.
Die Polizei ermittelt, nachdem in Bergheim ein 33-jähriger Mann durch Schüsse ums Leben gekommen ist.  © Vincent Kempf

Die beiden anderen Männer im Alter von 29 und 41 Jahren seien schwerstverletzt worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Köln mit.

Ein 43-Jähriger soll im Laufe eines Streits auf die drei Männer geschossen haben. Danach sei er geflohen.

"Kurze Zeit später nahmen Polizisten ihn in einem Taxi in der Nähe des Polizeipräsidiums in Köln fest", hieß es weiter.

Die genauen Umstände der Tat seien noch unklar. Eine Mordkommission ermittelt.

Update, 14.54 Uhr: Opfer und mutmaßlicher Täter kannten sich

In Bergheim ist ein 33-jähriger Mann durch Schüsse tödlich verletzt worden. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.
In Bergheim ist ein 33-jähriger Mann durch Schüsse tödlich verletzt worden. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.  © Vincent Kempf

Den Ermittlungen zufolge kannten sich der mutmaßliche Täter und die Opfer. Einer der Verletzten sei der neue Freund der Ex-Freundin des 43-Jährigen, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft am Freitagnachmittag.

Nach bisherigen Ermittlungen hatten sich am Donnerstagnachmittag zunächst zwei Gruppen von jeweils drei Männern zufällig getroffen und waren in Streit geraten. Zu einer der Gruppen gehörte der 43-Jährige, zu der anderen der 41 Jahre alte neue Freund. Am Abend trafen die beiden Gruppen dann vor dem Straßenverkehrsamt erneut aufeinander - ob wieder durch Zufall oder verabredet, sei noch unklar, sagte der Sprecher.

Der 43-Jährige soll dann auf die anderen Männer geschossen haben. Ein 33-Jähriger wurde getötet. Der 41-Jährige und ein 29-Jähriger erlitten schwere Verletzungen. Sie seien nicht in Lebensgefahr, konnten aber am Freitag noch nicht vernommen werden.

Der mutmaßliche Schütze flüchtete nach der Tat zunächst und wurde kurze Zeit später in einem Taxi in der Nähe des Kölner Polizeipräsidiums festgenommen. Dort wollte er wohl auch hin: Der Mann habe zuvor "über Dritte" mitgeteilt, dass er sich stellen wolle.

In seiner Vernehmung schwieg der Beschuldigte bislang zu den Vorwürfen. Die Staatsanwaltschaft wollte am Freitag gegen ihn Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags und des versuchten Totschlags in zwei Fällen beantragen.

Titelfoto: Vincent Kempf

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