Illegale Partygäste verstecken sich in Kölner Bar, dann kommt der Schlüsseldienst

Köln – In Köln haben Ordnungsamt und Polizei am ersten Wochenende des "Lockdown light" gleich zwei illegale Corona-Partys aufgelöst.

Polizei und Ordnungsamt haben in Köln gleich zwei illegale Corona-Partys aufgelöst.(Symbolbild)
Polizei und Ordnungsamt haben in Köln gleich zwei illegale Corona-Partys aufgelöst.(Symbolbild)  © 123rf/bennymarty

Im ersten Fall wurden die Ordnungshüter am späten Samstagabend in den Stadtteil Neuehrenfeld gerufen, weil verdächtige Geräusche auf eine Kneipenparty hindeuteten.

Als die Einsatzkräfte gegen 23.50 Uhr in der Liebigstraße eintrafen, sei die Bar jedoch "verdunkelt und mucksmäuschenstill" gewesen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Weil auf Klopfen und Rufen niemand reagierte, öffnete nach Androhung ein Schlüsseldienst die Eingangstür.

Im Inneren befanden sich nicht nur der Kneipenbesitzer, sondern auch ein Dutzend Partygäste. Die Gruppe wurde wegen des Verstoßes gegen die Corona-Regeln zur Kasse gebeten, der Wirt erhielt zudem eine Anzeige.

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Bei einer anderen Kontrollaktion stießen Beamte am frühen Sonntagmorgen in einem leerstehenden Gebäude in Köln-Deutz auf insgesamt 28 Personen.

Die Frauen und Männer im Alter von 19 bis 53 Jahren hatten in dem baufälligen Haus an der Siegburger Straße ebenfalls eine illegale Party gefeiert.

Verstärkte Corona-Kontrollen am Wochenende in Köln

Dabei waren sie offenbar durch eine eingetretene Tür hineingelangt und hatten sogar eine umfangreiche Musikanlage aufgebaut. Als die Feiernden die ersten Streifenwagen bemerkten, flüchteten mindestens 30 bis 40 von ihnen über die Gleise am alten Deutzer Hafenbecken.

Die Beamten haben Ermittlungen wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch eingeleitet und ein Mischpult sowie mehrere Boxen beschlagnahmt.

Bereits im Vorfeld des Wochenendes hatte die Kölner Polizei anlässlich der neuen Corona-Regeln verstärkte Kontrollen angekündigt. Die Bilanz: An den Hotspots sei es eher ruhig gewesen, man habe jedoch vielerorts Strafen und Platzverweise verhängt.

Titelfoto: 123rf/bennymarty

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