Verdächtiger Gegenstand in Kölner Zug: 21-Jähriger gesteht Tat

Köln – Nachdem am vergangenen Samstag (3. Oktober) ein verdächtiger Gegenstand in einem abgestellten Zug in Köln-Deutz gefunden worden war, hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.

Die Polizei hat nach dem Fund eines verdächtigen Gegenstandes im Deutzer Feld einen Verdächtigen festgenommen.
Die Polizei hat nach dem Fund eines verdächtigen Gegenstandes im Deutzer Feld einen Verdächtigen festgenommen.  © Thomas Banneyer/dpa

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 21-jährigen Mann, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.

Der Verdächtige wurde am Freitagmittag in Lüdenscheid in Gewahrsam genommen. 

Ihm werde vorgeworfen, den verdächtigen Gegenstand in dem Regionalzug der Deutschen Bahn im Deutzer Feld abgelegt zu haben.

Derzeit durchsuche man die Wohnung des Festgenommenen im Sauerland.

Der Fund des Objekts, das von Ermittlern als "möglicher Sprengsatz" eingestuft wurde, hatte am Wochenende einen großen Einsatz ausgelöst. Insgesamt wurden 27 Züge durchsucht, bevor die Polizei Entwarnung gab.

So hätten sich in dem Gegenstand zwar Nägel befunden. Diese hätten sich nach Einschätzung von Experten bei einer möglichen Entzündung aber nur wenige Zentimeter bewegt.

Der Betriebsbahnhofs Deutzer Feld war im Zuge der Durchsuchungen weiträumig abgesperrt worden. Die Ermittlungen dauern an.

Update, 20.30 Uhr: Verdächtiger geständig und wieder entlassen

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Abend mitteilten, hat der festgenommene 21-Jährige die Tat eingeräumt. So gab er zu, den verdächtigen Gegenstand in dem leeren Zug deponiert zu haben.

"Als Motiv gab der 21-Jährige Unzufriedenheit mit seiner prekären sozialen Lage an", so die Polizei. Das Ziel sei es gewesen, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Nach Aussage der Ermittler stand die Aktion nicht im Zusammenhang mit einem extremistischen Hintergrund.

Nach einer Gefährderansprache wurde der junge Mann wieder aus der Haft entlassen. Es lägen keine notwendigen Haftgründe vor. Dennoch werde er wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten zur Verantwortung gezogen.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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