Messerstecher vom Kölner Neumarkt: Häftling jetzt in Lebensgefahr!

Köln - Der mutmaßliche Messerstecher (19) vom Neumarkt schwebt in akuter Lebensgefahr. Er hat in Polizei-Haft und trotz Aufsicht versucht, sich das Leben zu nehmen.

Der Tatort am Kölner Neumarkt. Der Tatverdächtige (19) soll hier einen anderen Mann (22) lebensgefährlich verletzt haben.
Der Tatort am Kölner Neumarkt. Der Tatverdächtige (19) soll hier einen anderen Mann (22) lebensgefährlich verletzt haben.  © TAG24

Wie Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln, Polizei Köln und Bonn mitteilten, schwebe der Mann in Lebensgefahr.

Er befand sich während dieser Tat am Mittwoch in einer Polizei-Zelle mit Videoüberwachung.

Polizisten leisteten Erste Hilfe. Dann übernahm ein Notarzt die Versorgung des lebensgefährlich Verletzten, der seit Dienstagabend in Polizeigewahrsam war.

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Wie es trotz der Videoüberwachung passieren konnte, dass der Mann sich lebensgefährlich selbst verletzte, soll jetzt ermittelt werden.

Polizisten aus Bonn haben die Ermittlungen aus Neutralitätsgründen übernommen, wie es weiter hieß.

Parallel dazu laufen dienstrechtliche Maßnahmen.

Der stellvertretende Behördenleiter der Polizei Köln, Werner Gross, teilte mit: "Wir haben für die Menschen in unseren Gewahrsamszellen eine hohe Verantwortung, umso wichtiger ist nun eine unabhängige und lückenlose Aufklärung dieses folgenschweren Vorfalls."

Mann wegen Messerattacke am Neumarkt dringend tatverdächtig

Der Mann wurde am Dienstagabend vorläufig festgenommen. Er gilt als dringend tatverdächtig, einen anderen Mann (22) mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben.

Das brutale Verbrechen hatte sich am Kölner Neumarkt ereignet. Der mutmaßliche Täter floh zunächst, konnte aber aufgrund von Zeugen und der Videobeobachtung noch in der Nähe des Tatorts vorläufig festgenommen werden.

Bei ihm wurden das Tatmesser, ein weiters Messer und eine geringe Menge Drogen gefunden.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über Suizide und versuchte Selbstmorde. Da der Vorfall aber unter Polizei-Aufsicht stattfand, hat sich die Redaktion entschieden, ihn doch zu thematisieren. 


Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: TAG24

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