Schusswaffe und Stimmverzerrer beschlagnahmt: Polizei nimmt Onlinebanking-Betrüger fest

Von Helen Hoffmann

Hannover/Köln - Mit gefälschten Internetseiten und Anrufen sollen drei Männer zahlreiche Bankkunden betrogen und Geld erbeutet haben.

Die Verdächtigen gaben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und fragten bei ihren Opfern nach Transaktionsnummern, die fürs Onlinebanking nötig sind. (Symbolfoto)
Die Verdächtigen gaben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und fragten bei ihren Opfern nach Transaktionsnummern, die fürs Onlinebanking nötig sind. (Symbolfoto)  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

Wie die Polizei Hannover und die Staatsanwaltschaft Verden am Mittwoch mitteilten, wurden die Verdächtigen im Alter von 23, 25 und 39 Jahren am Dienstag in Köln und Wesseling in Nordrhein-Westfalen verhaftet.

Bei Durchsuchungen von vier Wohnhäusern und einem Bürohaus beschlagnahmten die Einsatzkräfte Beweismaterial wie Datenträger, Mobiltelefone und Computer. Sie fanden zudem eine Schusswaffe, hochwertigen Schmuck, eine fünfstellige Summe Geld und ein Stimmverzerrgerät.

Die Kriminalpolizei Hannover ermittelt seit Anfang des Jahres gegen die mutmaßlichen Täter, bei der Durchsuchung und Festnahme waren zudem Beamte aus Köln und Recklinghausen im Einsatz.

Köln: Randalierer greift Polizisten an: Einer muss schwer verletzt ins Krankenhaus
Köln Crime Randalierer greift Polizisten an: Einer muss schwer verletzt ins Krankenhaus

Nach den bisherigen Ermittlungen sollen zwei der Verdächtigen seit 2019 über gefälschte Internetseiten und Anrufe Bankdaten von Kunden erlangt und so Geld gestohlen haben.

Demnach gaben sie sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und fragten nach Transaktionsnummern (TAN), die fürs Onlinebanking nötig sind. Der dritte Verdächtige soll seit 2020 solche Straftaten begangen haben.

Der Polizei zufolge entstand ein Schaden im siebenstelligen Bereich. Die Ermittler werfen den Verdächtigen unter anderem gewerbsmäßigen Computerbetrug vor.

Titelfoto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

Mehr zum Thema Köln Crime: