Tödliche Vergiftungsfälle: Ermittler sind dem Verdächtigen auf der Spur!

Hürth/Köln - Nach Bekanntwerden mehrerer tödlicher Vergiftungsfälle bei Frauen im Umfeld eines 41-Jährigen aus Hürth bei Köln werten Ermittler sichergestellte Datenträger aus.

Der Verdächtige soll zwei Frauen, die Großmutter seiner Lebensgefährtin und seine einstige Frau, vergiftet und so getötet haben. (Symbolbild)
Der Verdächtige soll zwei Frauen, die Großmutter seiner Lebensgefährtin und seine einstige Frau, vergiftet und so getötet haben. (Symbolbild)  © udo72/123rf

Es handle sich um eine "Vielzahl" elektronischer Speichermedien, die bei dem Beschuldigten gefunden worden seien und gesichtet werden müssten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag.

Auch würden seine Finanzströme durchleuchtet und weitere Zeugen vernommen.

Das mögliche Motiv des 41-Jährigen sei noch völlig unklar, sagte ein Sprecher.

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Dem Mann wird vorgeworfen, mehrere Frauen mit dem hochtoxischen Schwermetall Thallium vergiftet zu haben.

Zwei Frauen - die Großmutter seiner Lebensgefährtin und seine einstige Frau - sind tot.

Seine schwangere Lebensgefährtin liegt mit einer Vergiftung im Krankenhaus und schwebt in Lebensgefahr. Ob der Fötus überlebt, ist ungewiss.

Stoff nicht frei zugänglich, Verdächtiger bestreitet Vorwürfe

Ermittler hatten den 41-Jährigen am Dienstag festgenommen und Thallium in seiner Wohnung sichergestellt. Der Haftbefehl gegen ihn beruht auf dem Mordmerkmal der Heimtücke.

Allerdings bestreitet der 41-Jährige nach Angaben der Staatsanwaltschaft die vorgeworfenen Taten, die sich über einen längeren Zeitraum ereignet haben sollen.

Thallium kann sehr gefährlich für Menschen sein. Die Vergiftungszeichen reichen bis zu Herzrasen, Krämpfen oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Leber- und Nierenschäden, Bewusstlosigkeit und Koma.

In Europa seien schwere Vergiftungen allerdings selten geworden, schreibt etwa das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Thallium werde nicht mehr als Rattengift vertrieben und sei deshalb nicht mehr frei zugänglich.

Titelfoto: udo72/123rf

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