Vergewaltigung in Köln wohl nur vorgetäuscht: Suche nach Täter beendet

Köln – Nach der angeblichen Vergewaltigung einer Joggerin im Kölner Stadtwald hat die Polizei die Suche nach dem mutmaßlichen Täter eingestellt.

Die Polizei hatte intensiv nach Spuren der angeblichen Vergewaltigung am Decksteiner Weiher in Köln gesucht.
Die Polizei hatte intensiv nach Spuren der angeblichen Vergewaltigung am Decksteiner Weiher in Köln gesucht.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Ermittler gingen davon aus, dass es den Mann, den die Frau wiederholt beschrieben haben soll, gar nicht gibt, berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger.

Die Zeitung zitierte den Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer: "Die objektive Beweislage spricht derzeit dagegen, dass die mutmaßliche Tat sich so zugetragen haben soll wie von der Frau geschildert."

Die Polizei habe festgestellt, dass sich das Spurenbild nicht mit den Aussagen des mutmaßlichen Opfers deckt.

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Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Kölnerin wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat. Sie soll weiterhin auf ihrer Darstellung beharren.

Demnach sei sie am Morgen des 24. Februar von einem Unbekannten in ein Waldstück nahe dem Decksteiner Weiher gezerrt, vergewaltigt und misshandelt worden. Die Polizei hatte danach Suchmaßnahmen inklusive einer Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet.

Schon nach wenigen Tagen waren Zweifel an der Aussage aufgekommen. Ein Rechtsmediziner hatte unter anderem DNA-Proben genommen und sei dabei auf Widersprüche gestoßen, schrieb der Kölner Stadt-Anzeiger. Bislang sei unklar, ob sich die geschilderte Tat anders zugetragen haben könnte oder möglicherweise komplett erfunden ist.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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