Wegen Corona: Nur wenige Razzien gegen Clankriminaliät in Shisha-Bars

Düsseldorf/Köln -Trotz der Corona-Pandemie hat die Polizei in NRW in diesem Jahr 92 Razzien gegen Clankriminalität gestartet. Die Zahl der durchsuchten Objekte ist allerdings stark gesunken.

Polizisten sichern während einer Razzia von Zoll und Polizei eine Shisha-Bar.
Polizisten sichern während einer Razzia von Zoll und Polizei eine Shisha-Bar.  © Bernd Thissen/dpa

So wurden bis Ende März lediglich sechs Shisha-Bars kontrolliert, wie aus einem Bericht des Innenministeriums an den Landtag hervorgeht.

2019 waren laut Ministerium 1892 Objekte kontrolliert worden, 2020 immerhin noch 1221, dieses Jahr bislang nur 189.

Vor allem die Zahl durchsuchter Shisha-Bars ging stark zurück: 2019 waren es laut dem Bericht an den Innenausschuss 828, 2020 noch 304 - dieses Jahr besagte sechs.

Der Grund seien geschlossene Lokalitäten und Kontaktbeschränkungen, betonte das Innenministerium.

Dennoch seien 195 Strafanzeigen, 653 Ordnungswidrigkeitsanzeigen und 496 Verwarngelder verhängt worden.

Corona sorgt für Schließungen

Der innenpolitische Sprecher der FDP im Landtag, Marc Lürbke, sagte am Dienstag: "Nur weil einschlägige Kneipen, Shisha-Bars oder bekannte Spielhallen derzeit geschlossen sind, haben natürlich kriminelle Machenschaften nicht geschlossen."

Die Sicherheitsbehörden erhielten daher "auch in Zeiten der Pandemie den Druck auf kriminelle Strukturen in NRW konsequent aufrecht", so Lürbke.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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