Wieder Razzien in Köln und NRW: Ermittler haben Security-Mitarbeiter im Visier

Von Mona Wenisch

Köln/Bonn – Ermittler haben bei Razzien am Dienstag rund 20 Wohn- und Geschäftsobjekte in Köln, Solingen und rund um Bonn durchsucht.

Spezialkräfte der Polizei waren an den Razzien in Nordrhein-Westfalen am Dienstag beteiligt. (Symbolbild)
Spezialkräfte der Polizei waren an den Razzien in Nordrhein-Westfalen am Dienstag beteiligt. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

Etwa 200 Einsatzkräfte seien an den Durchsuchungen beteiligt gewesen, teilte das Hauptzollamt Köln mit. Unter anderem seien Lohnunterlagen und Computer sichergestellt worden.

Nach Angaben des Hauptzollamts wird gegen zehn Menschen wegen des Verdachts der Beschäftigung von Scheinselbständigen ermittelt.

Die Beschuldigten seien Verantwortliche von Unternehmen der Security-Branche in Nordrhein-Westfalen.

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Sie sollen sogenannte Servicefirmen gegründet haben, um Scheinrechnungen zu erstellen und Sozialversicherungsbeiträge vorzuenthalten. Festgenommen wurde am Dienstag niemand.

An drei Orten wurde der Zoll durch Spezialeinsatzkräfte unterstützt, da es dort "besondere Gefährdungshinweise" gegeben habe, hieß es in der Mitteilung.

Die Durchsuchungen fanden demnach in Rheinbach, Bad Honnef, Meckenheim, Wachtberg (alle Rhein-Sieg-Kreis), Solingen, Bad Münstereifel (Kreis Euskirchen), Bonn und Köln statt. Vor wenigen Tagen haben bereits eine großangelegte Razzia gegen Schwarzarbeit in NRW und Berlin stattgefunden.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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