ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" als Auslöser: Kölner Staatsanwaltschaft überführt nach Jahren Räuber!

Köln - Das ist eine Seltenheit: Nach über fünf Jahren wurde ein Räuber dreier Überfälle unter anderem dank der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" überführt. Entscheidende Hilfe für die Kölner Staatsanwaltschaft gab es aus der Schweiz, überführt wurde der 33-jährige Kroate letzten Endes in Spanien.

Die am 3. Juni 2020 ausgestrahlte Folge von "Aktenzeichen XY" ebnete den Fahndungserfolg.
Die am 3. Juni 2020 ausgestrahlte Folge von "Aktenzeichen XY" ebnete den Fahndungserfolg.  © Matthias Balk/dpa

Wie die Polizei erklärt, wird dem Mann vorgeworfen, als Mitglied der sogenannten "Pink-Panther-Bande" an den Überfällen in den Stadtteilen Sülz (17. Juli 2015) und Nippes (24. Mai 2016) sowie in Esslingen am Neckar (7. Oktober 2016) beteiligt gewesen zu sein.

Bereits in der Vergangenheit wurden Teile der international tätigen Juwelenräuberbande überführt.

Dem 33-Jährigen wird gemeinschaftlicher schwerer Raub und in zwei Fällen ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last gelegt.

Köln: Tag der Offenen Moschee: Rund 100 Gemeinden bundesweit öffnen Türen für Besucher
Köln Tag der Offenen Moschee: Rund 100 Gemeinden bundesweit öffnen Türen für Besucher

Bei der Tat im Kölner Stadtteil Nippes im Mai 2016 soll der 33-Jährige gemeinsam mit seinen vier Komplizen, mit Sturmgewehren bewaffnet, in das Geschäft des Kölner Juweliers eingedrungen sein und Goldschmuck im Wert von mehr als 100.000 Euro erbeutet haben.

"Nach dem Überfall waren die Männer in einem bereitstehenden Fluchtfahrzeug geflüchtet, das Beamte wenig später in Tatortnähe fanden", erklärt ein Polizeisprecher.

Nach Ausstrahlung des Falles in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" am 3. Juni 2020 gaben Ermittler aus der Schweiz den entscheidenden Hinweis, der zu umfangreichen, teils verdeckten Ermittlungen im Ausland und zur Identifizierung des Kroaten führte.

Dann ging den Ermittlern der Fisch ins Netz. Bei einer Passkontrolle am Flughafen in Barcelona wurde er identifiziert. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Köln lieferten die spanischen Ermittlungsbehörden den 33-Jährigen aus.

In Köln wurde gegen ihn Haftbefehl erlassen. Seine drei Mittäter sind hingegen weiterhin flüchtig.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

Mehr zum Thema Köln: