Neue Regeln für E-Scooter in Köln geplant

Köln - Die Ende Juni abgesagte Bergung von E-Scootern aus dem Rhein in Köln soll Anfang September erfolgen.

Ein E-Scooter-Fahrer fährt an einem Polizeiauto in Köln vorbei.
Ein E-Scooter-Fahrer fährt an einem Polizeiauto in Köln vorbei.  © Oliver Berg/dpa

Wie die Stadt Köln mitteilte, haben die Verleiher bei einem Gesprächstermin am Donnerstag einen konkreten Plan zur Bergung der im Rhein versenkten E-Scooter vorgelegt.

Zunächst solle "zeitnah" ein Sonarschiff den Rhein nach Fahrzeugen scannen. Im Anschluss daran sollen Bautaucher und ein Baggerboot die Scooter bergen.

Stadt und Verleiher einigten sich darauf, dass Bergungsaktionen regelmäßig durchgeführt werden sollen.

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Die Ende Juni geplante Bergungsaktion aus dem Rhein war abgesagt worden, nachdem die Betreiber laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) kein schlüssiges Konzept vorgelegt hatten.

Im Kölner Rhein sollen etwa 500 E-Scooter liegen.

Die Stadt und die Verleiher einigten sich außerdem auf einen Maßnahmenkatalog, um weitere Scooter-Probleme in den Griff zu bekommen. So sollen Bereiche ausgewiesen werden, in denen die E-Scooter ausschließlich abgestellt werden dürfen.

Schon in den kommenden zwei Wochen soll dazu ein Pilotprojekt in der Altstadt starten. Das Abstellen in der Nähe von Gewässern, Brücken und Grünanlagen wird künftig nicht mehr möglich sein. Die genauen Verbotszonen werden noch erarbeitet.

Verbotszeiten für E-Scooter in Kölner Hot-Spots geplant

Elektrische Tretroller stehen beim E-Scooter Verleiher Tier zum Aufladen in einer Halle.
Elektrische Tretroller stehen beim E-Scooter Verleiher Tier zum Aufladen in einer Halle.  © Oliver Berg/dpa

Werden falsch abgestellte Scooter gemeldet, haben die Verleiher künftig nicht mehr 24, sondern nur noch 6 Stunden Zeit, die Fahrzeuge zu entfernen.

Es soll außerdem eine gemeinsame Informationskampagne geben, die auf die Einhaltung der Regeln abzielt.

Weitere Gespräche wurden vereinbart. Darin soll es unter anderem um Verbotszeiten in "Hot Spots" gehen.

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Die Stadt Köln will nach eigenen Angaben Teile der Ringe, des Belgischen Viertels und des Zülpicher Platzes in den Nachtstunden und am Wochenende zu Verbotszonen erklären.

Die Stadt will die Umsetzung nach eigenen Angaben "sehr genau beobachten und bei Bedarf nachjustieren".

Die Verleiher erklärten, dass sichergestellt sei, dass E-Scooter auch in Köln ihren wichtigen Beitrag zur Verkehrswende leisten können.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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