Ein Vorbild für Nächstenliebe: 40 Jahre christlich-Islamische Gesellschaft

Köln - Die Christlich-Islamische Gesellschaft (CIG) praktiziere "in vorbildlicher Weise Nächstenliebe", sagte NRW-Integrationsministerin Josefine Paul (40) zum 40-jährigen Bestehen.

Koran und Bibelausgaben stehen in den Räumen der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG) in Köln-Mülheim auf einem Regal.
Koran und Bibelausgaben stehen in den Räumen der Christlich-Islamischen Gesellschaft (CIG) in Köln-Mülheim auf einem Regal.  © Henning Kaiser/dpa

Als kleiner Fürsorge-Verein für muslimische Arbeitsmigranten vor vier Jahrzehnten gegründet, heute als Ansprechpartner für christlich-muslimische Zusammenarbeit fest etabliert.

Das gelte besonders auch für die muslimische Notfallbegleitung, betonte die Grünen-Politikerin in einer Mitteilung zu einem Festakt am Montag in Köln.

Die CIG ist der bundesweit größte und älteste Verein, der sich den christlich-islamischen Beziehungen widmet. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek (53), nannte den Einsatz des Vereins für den interreligiösen Dialog "Friedensarbeit an der Basis."

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Weihbischof Rolf Steinhäuser (70), im Erzbistum Köln Bischofsvikar für den interreligiösen Dialog, lobte gegenseitige Achtung und Wertschätzung. Die Gesellschaft mit Sitz in Köln wurde 1982 in Iserlohn gegründet.

Im CIG-Vorstand sind immer genauso viele muslimische wie christliche Mitglieder.

Notfallbegleitung als wichtiges Tätigkeitsfeld

Ein wichtiges Feld ist die Ausbildung muslimischer Ehrenamtlicher zu Notfallbegleitenden. Die Gesellschaft entwickelte dazu vor gut zehn Jahren mit Unterstützung muslimischer Organisationen und der Kirchen ein Konzept, das inzwischen bundesweit beachtet wird. Mehr als fünf Millionen Muslime leben in Deutschland.

Alarmiert werden die Notfallbegleitenden von der christlichen Notfallseelsorge am Ort des Geschehens, falls Muslime betroffen sind und sie muslimische Begleitung möchten.

Die Helferinnen und Helfer müssen über den Islam und islamische Bestattungsriten Bescheid wissen, den Koran kennen und möglichst auch die Kultur des Betroffenen.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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