Entscheidung gefallen: Corona macht Karneval (fast) unmöglich

Köln/Düsseldorf – Die NRW-Landesregierung und Vertreter des Karnevals haben am Freitag dem jecken Treiben in der kommenden Saison eine weitgehende Absage mit kleinen Ausnahmen erteilt.

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekrtär Nathanael Liminski (l) und Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, beantworten nach dem Treffen zum Austausch über die Möglichkeiten von Karnevalsfeiern Fragen der Journalisten.
Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekrtär Nathanael Liminski (l) und Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, beantworten nach dem Treffen zum Austausch über die Möglichkeiten von Karnevalsfeiern Fragen der Journalisten.  © Roland Weihrauch/dpa

Generell können karnevalistische Aktivitäten ohne Beachtung des Abstandsgebots aufgrund der Corona-Schutzverordnung nicht stattfinden.

Darunter fallen Karnevalsbälle, Partyformate und gesellige Karnevalssitzungen. 

Kleinere Kulturveranstaltungen wie beispielsweise Konzerte können dagegen durchgeführt werden, sofern ein entsprechendes Hygienekonzept vorliegt.

Auch Aufritte der Dreigestirne bei Veranstaltungen sollen möglich sein.

Karnevalsumzüge in ihrer üblichen Form wird es nicht geben. Andere Events unter freiem Himmel müssen die Vorgaben der Coronaschutzverordnung einhalten.

Am 11.11. empfiehlt die Landesregierung den Kommunen ein Alkoholverbot sowie gegebenenfalls auch ein Verweilverbot an neuralgischen Stellen im öffentlichen Raum.

Die karnevalistische Kulturszene soll durch verlängerte Förderprogramme finanziell unterstützt werden.

Kölner Rosenmontagszug "so wie man ihn kennt" abgesagt

Einen Rosenmontagszug wie in diesem Jahr wird es 2021 in den Karnevalshochburgen nicht geben.
Einen Rosenmontagszug wie in diesem Jahr wird es 2021 in den Karnevalshochburgen nicht geben.  © Federico Gambarini/dpa

Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, sagte zu den Regelungen: "Als Vertreter des immateriellen Kulturerbes rheinischer Karneval sind wir uns der Verantwortung, die ein Fest wie der Karneval auf das Infektionsgeschehen hat, sehr bewusst. Niemand kann den Karneval absagen, aber wir können mit Augenmaß daran gehen, große gesellige Veranstaltungen zu unterlassen und stattdessen kleine, feine Veranstaltungen mit vernünftigen Hygienekonzepten durchzuführen."

Es soll 2021 keinen Kölner Rosenmontagszug in bekannter Form geben. 

"Der Rosenmontagszug, so wie man ihn kennt, ist abgesagt", sagte eine Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur. "Den typischen Kölner Rosenmontagszug wird es nicht geben."

Für Düsseldorf sagte Hans-Jürgen Tüllmann, Geschäftsführer des Comitees Düsseldorfer Carneval: "Man muss schwer davon ausgehen, dass der Rosenmontagszug definitiv nicht stattfinden wird. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch."

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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