Erste Bilder: Neues Stadtarchiv der Stadt Köln fast fertig

Köln - Gut elf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist jetzt der Neubau so gut wie fertiggestellt.

Blick in das neue Kölner Stadtarchiv.
Blick in das neue Kölner Stadtarchiv.  © Stadt Köln/dpa

"Planerisch wie baulich wurde hier Großartiges realisiert", teilte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Sonntag mit.

"Entstanden ist Europas modernstes kommunales Archiv mit einer Gebäudetechnik, wie sie so noch nie entwickelt und verbaut wurde."

Köln verfüge jetzt über einen Archivkomplex mit europaweiter Ausstrahlung.

Bei dem Neubau für das Historische Archiv und das Rheinische Bildarchiv handele es sich um ein Gebäude mit hohen Anforderungen an die Klimastabilität, die die empfindlichen Archivalien benötigten.

Bei dem Einsturz des alten Stadtarchivs am 3. März 2009 waren zwei Anwohner ums Leben gekommen.

Unzählige historische Dokumente wurden verschüttet. Das Kölner Landgericht urteilte 2018, dass das Archiv wegen eines gravierenden Fehlers beim Bau einer neuen U-Bahn-Haltestelle unterhalb des Gebäudes eingestürzt war.

In den Archiven können Tausende Dokumente gesichert werden.
In den Archiven können Tausende Dokumente gesichert werden.  © Stadt Köln/dpa
2009: Blick auf die Einsturzstelle des eingestürzten Historischen Stadtarchivs der Stadt Köln.
2009: Blick auf die Einsturzstelle des eingestürzten Historischen Stadtarchivs der Stadt Köln.  © Oliver Berg/dpa

Einsturz des Historischen Stadtarchivs kostet zwei Menschenleben

Blick in die Gänge des neuen Kölner Stadtarchivs.
Blick in die Gänge des neuen Kölner Stadtarchivs.  © Stadt Köln/dpa

Elf Jahre nach dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln hat der Stadtrat im Sommer 2020 mit großer Mehrheit einem Vergleich über die Begleichung des Schadens zugestimmt.

Die Einigung sieht vor, dass die am damaligen U-Bahn-Bau beteiligten Firmen der Stadt 600 Millionen Euro bezahlen.

Die gesamte Schadenssumme ist von der Stadt Köln auf 1,3 Milliarden Euro veranschlagt worden.

Der Vergleich sieht auch vor, dass die Firmen die U-Bahnstrecke auf eigene Kosten zu Ende bauen. Außerdem errichten sie einen Gedenkraum für die Opfer.

Titelfoto: Stadt Köln/dpa

Mehr zum Thema Köln:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0