Feuer am jüdischen Friedhof: Kölner Polizei veröffentlicht Phantombild des Brandstifters

Update, 8. Juni, 16 Uhr: Fahndung aufgehoben

Die Polizei hat die Fahndung nach dem Mann aufgehoben.

Ein 46-jähriger Verdächtiger konnte am Mittwochmorgen am jüdischen Friedhof in Köln festgenommen werden, nachdem ein Zeuge den Mann wiedererkannt hatte.

Originalmeldung vom 17. Mai, 15.37 Uhr

Köln – Die Außenwand des jüdischen Friedhofs in Köln-Vogelsang wurde vor fünf Tagen in Brand gesteckt. Seither fahnden die Ermittler nach dem flüchtigen Täter. Jetzt liegt ihnen ein Phantombild vor.

Die Polizei veröffentlichte ein Phantombild des Täters.
Die Polizei veröffentlichte ein Phantombild des Täters.  © Montage: Polizeipräsidium Köln

Gegen 19 Uhr sollen Zeugen das Feuer am vergangenen Mittwoch (11. Mai) an der Außenwand des Waschhauses entdeckt und mit einem Eimer Wasser gelöscht haben. Zuvor konnten sie einen Mann beobachten, der in Richtung Bahnhaltestelle "Westfriedhof" geflüchtet war.

Die hinzugerufenen Einsatzkräfte der Polizei entdeckten daraufhin Überreste eines Glasbehälters, der offensichtlich für das Feuer benutzt worden war.

Zeugen hatten den mutmaßlichen Täter wie folgt beschrieben:

Sternschnuppen über Kölns Skyline: Seilbahn veranstaltet Nachtfahrten
Köln Lokal Sternschnuppen über Kölns Skyline: Seilbahn veranstaltet Nachtfahrten
  • männlich
  • etwa 1,90 Meter groß
  • dünn
  • kurzer, dunkler Bart
  • trug eine dunkelgrüne Wollmütze, ein langärmliges dunkelblaues Oberteil und eine dunkle und löchrige Jeans
  • hatte einen Rucksack dabei

Auf Basis dieser Beschreibungen haben Experten nun ein Phantombild des möglichen Brandstifters angefertigt.

Nach jetzigem Stand der polizeilichen Ermittlung kann eine politisch motivierte Tat nicht ausgeschlossen werden.
Nach jetzigem Stand der polizeilichen Ermittlung kann eine politisch motivierte Tat nicht ausgeschlossen werden.  © 123rf/foottoo

Noch immer prüft die Polizei nach eigenen Angaben, ob hinter der Tat eine politische Motivation stecken könnte. Hinweise nehmen die Ermittler "Kriminalinspektion Staatsschutz" unter der 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.

Titelfoto: Montage: 123RF/foottoo, Polizeipräsidium Köln

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