Großfeuer in Köln-Porz: Halle kracht teilweise vor Feuerwehr-Kameraden zusammen

Köln - Bei einem Feuer in Köln-Porz ist eine alte Lagerhalle abgebrannt und während der Löscharbeiten zusammengestürzt.

Eine Lagerhalle in Köln-Porz fing am Samstagnachmittag Feuer.
Eine Lagerhalle in Köln-Porz fing am Samstagnachmittag Feuer.  © Sebastian Klemm

Die Lagerhalle an der Bahnhofsstraße fing am Samstagnachmittag aus bislang ungeklärter Ursache Feuer.

Große Flammen schlugen aus dem roten Backstein-Bauwerk.

Die Kameraden der Feuerwehr Köln löschten per Drehleiter und Außenangriff. Dabei krachte ein Teil des Daches und eine Mauer zusammen.

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Die Feuerwehr warnte zeitgleich Anwohner vor Geruchsbelästigung und Rauchverwirbelungen in Bodennähe. "Schließen Sie Fenster und Türen. Schalten Sie die Lüftungs- und Klimaanlagen ab", warnte die Feuerwehr.

Die Feuerwehr Köln verteilte den Hinweis auch per Warn-App Nina.

Auch die Stadt Köln verbreitete die Warnung.

Beim Löschen brachen Teile des Gebäudes zusammen.
Beim Löschen brachen Teile des Gebäudes zusammen.  © Sebastian Klemm

Die Feuerwehr konnte das Feuer unter Kontrolle bringen und den Brand löschen. Verletzte gab es nach ersten Informationen nicht.

Update, 19.06 Uhr: Entwarnung

Gegen 19 Uhr gab die Stadt Köln Entwarnung. "Entwarnung! Die gemeldete Gefahr im Bereich Köln-Porz besteht nicht mehr."

Das Feuer wurde gelöscht.

Update, 19.17 Uhr: Wegen Feuer in Porz: Umleitungen bei der Deutschen Bahn

Das Feuer in Köln-Porz sorgte auch für eine Sperrung der angrenzenden Bahnstrecke zwischen Siegburg/Bonn und Köln.

Die Deutsche Bahn informierte über umgeleitete Fernzüge und Verspätungen.

Update, 21.31 Uhr: 130 Kameraden im Einsatz bei Feuer in Porz

Bei dem Feuer in Porz waren zeitweise 130 Kameraden der Feuerwehr in Köln im Einsatz.

Die Nachlöscharbeiten dauerten am Samstagabend und werden die Einsatzkräfte noch bis in die Morgenstunden fordern, wie ein Sprecher der Kölner Feuerwehr mitteilte.

Der Brand war zunächst von einem Fahrgast der Bahn gemeldet worden. Er hatte das Feuer in dem ehemaligen Bahnbetriebsgebäude bemerkt.

Um für genügend Löschwasser zu sorgen, mussten Spezialeinheiten der Freiwilligen Feuerwehr Köln mehrere Schlauchleitungen über eine Strecke von jeweils über einen Kilometer verlegen.

Die Kameraden konnten im Anschluss über drei Drehleitern, Wasserwerfer und mehrere Strahlrohre das Feuer löschen.

Bei dem Teil-Einsturz des Gebäudes handelte es sich um ein Dach und Teile einer Gebäudewand. Sie stürzten auf einer Länge von etwa 50 Metern ein. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden durch die Polizei Köln aufgenommen.

Titelfoto: Sebastian Klemm

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