Flüssiggas ausgetreten: Feuer in Kölner Chemie-Werk löst Großalarm aus

Köln - In einem Kölner Chemiewerk an der Neusser Landstraße hat es in der Nacht zum Freitag gebrannt.

In einem Kölner Chemiewerk hat es in der Nacht zum Freitag gebrannt. Das Unternehmen stellt Schmiermittel-Additive für Motorenöle her.
In einem Kölner Chemiewerk hat es in der Nacht zum Freitag gebrannt. Das Unternehmen stellt Schmiermittel-Additive für Motorenöle her.  © Jan Ohmen

An einer Rohrleitung sei Flüssiggas ausgetreten, sagte Martin Halama, Geschäftsführer der Deutschen Infineum. Die Werkfeuerwehr habe die Berufsfeuerwehr eingeschaltet. Es sei niemand verletzt worden.

Letztlich habe man die Leitung abgesperrt, den Inhalt kontrolliert abbrennen lassen und die Umgebung mit Wasser geschützt. Die Brandursache sei noch unklar. "Wir müssen jetzt schauen, was da ist." Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Das Werk liegt in einem großen Gewerbegebiet.

Nach Angaben der Kölner Feuerwehr kam es zu einer hohen Stichflamme. Mit einem massiven Löscheinsatz seien benachbarte Rohrleitungen gekühlt worden, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

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In der Hochphase des Einsatzes seien mehrere 10.000 Liter Löschwasser pro Minute rund um die Brandstelle verteilt worden. 110 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kölner Stadtgebiet waren im Einsatz. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Brandursache auf.

Der Verkehr auf der nahen Autobahn 1 habe nicht unterbrochen werden müssen. Die Schadenshöhe könne noch nicht beziffert werden. Das hänge auch davon ab, ob nur eine Leitung betroffen sei, oder benachbarte Rohrleitungen auch etwas abbekommen hätten.

Der Schaden sei aber nicht massiv. Die Produktion des Werks sei vorsorglich unterbrochen worden. Das Unternehmen stellt Schmiermittel-Additive für Motorenöle her.

Titelfoto: Jan Ohmen

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