Fußball-EM 2024 in Köln: Stadt befragt Bürger zu ihrer Meinung

Köln – Während am heutigen Abend die deutsche Nationalelf gegen Costa Rica spielt, bereitet man sich an anderer Stelle auf die Europameisterschaft 2024 in Deutschland vor. Köln ist einer der Austragungsorte und in der Domstadt schmiedet man bereits Pläne.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker (65, parteilos) freut sich darauf, eine der Gastgeberstädte zu sein.
Oberbürgermeisterin Henriette Reker (65, parteilos) freut sich darauf, eine der Gastgeberstädte zu sein.  © Thomas Banneyer/dpa

Aus diesem Grund hat die Stadt bereits am gestrigen Mittwoch eine Delegation der Euro 2024 empfangen, die sich bis zum 2. Dezember über den Stand der Vorbereitungen in Köln informiert.

So wurde seitens der Domstadt unter anderem "Football Village" vorgestellt. Da nicht alle Fans die insgesamt fünf Spiele, welche in Köln ausgetragen werden, im RheinEnergie-Stadion verfolgen können, wird in der Altstadt ein Areal errichtet, wo die Matches übertragen werden.

Weiterhin werde jedoch der Tanzbrunnen in Deutz der erste Anlaufpunkt bleiben, erklärt die Stadt in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung.

Köln: Mega-Baustelle Altstadt: Portal der Stadt Köln sammelt die zahlreichen Projekte
Köln Mega-Baustelle Altstadt: Portal der Stadt Köln sammelt die zahlreichen Projekte

Nur ein Stückchen weiter, im angrenzenden Rheinpark, entsteht die "Football Experience". Dort werden in der Zeit der EM mehrere Fußballplätze errichtet, die vom Fußball-Verband Mittelrhein betreut werden. Schulklassen, Kinder und Jugendliche können dort Turniere spielen.

"Meine Motivation als Gastgeberin ist in den letzten Tagen noch gewachsen. Denn wir haben hier in Köln eine einmalige Chance. Wir sind die ersten, die beginnen können, das Bild wieder etwas geradezurücken", freut sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker (65, parteilos) und spricht damit die kritische Situation im WM-Austragungsland Katar an.

Köln wolle sich als offene Stadt präsentieren und jeden willkommen heißen, so Reker. "Für einen Fußball, der nicht ausbeutet und die Rechte von Arbeitnehmer*innen achtet. Für einen Fußball, der nachhaltig ist und sich seiner Verantwortung als Weltsport bewusst ist."

Das RheinEnergie-Stadion in Köln wird einer der Austragungsorte sein.
Das RheinEnergie-Stadion in Köln wird einer der Austragungsorte sein.  © Federico Gambarini/dpa

Beteiligungsportal für Kölnerinnen und Kölner

Im Oktober wurden die zehn Gruppen für die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2024 ausgelost.
Im Oktober wurden die zehn Gruppen für die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2024 ausgelost.  © Arne Dedert/dpa

Um das Turnier letztlich für alle attraktiv zu gestalten, will die Stadt Köln zunächst seine Bürgerinnen und Bürger befragen. Die Umfrage soll zeigen, welche Themen für die Bevölkerung besonders wichtig sind und "wie eine Europameisterschaft für alle und mit allen gelingen" kann.

Dabei geht es vor allem um die Themen Mobilität, Nachhaltigkeit oder Sicherheit, aber auch, wie Menschen Fußball erleben wollen und Meinungen zu Fanzonen mit Public Viewing.

Das Beteiligungsportal ist ab sofort geöffnet und es kann bis zum 31. Dezember teilgenommen werden.

Titelfoto: Montage: Thomas Banneyer/dpa, Federico Gambarini/dpa

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