Nach auslaufendem Öl bei Shell: Greenspeace protestiert vor Kölner Dom

Köln - Die Umweltaktivisten von Greenpeace haben in Köln gegen den Erdölkonzern Shell protestiert. Shell sorgte zuletzt wegen eines Lecks in der Shell-Raffinerie in Köln-Godorf  für Schlagzeilen.

Aktivisten von Greenpeace am Kölner Dom.
Aktivisten von Greenpeace am Kölner Dom.  © Greenpeace/Bernd Lauter/pr

Nach Unternehmensangaben waren bis zum April bis zu 390 Tonnen Öl aus einer Leitung ins Kölner Erdreich und ins Grundwasser gesickert.

Ursache soll ein nur 1,5 Millimeter großes Leck in einer Leitung auf dem Raffineriegelände sein.

Das Leck war im April entdeckt worden, nachdem eine Messstelle auf dem Grundwasser schwimmendes Öl angezeigt hatte. Inzwischen werde das Öl abgepumpt.

Greenpeace protestierte mit einer kleinen Aktion vor dem Kölner Dom gegen den großen Öl-Konzern.

Greenpeace fordert Shell auf, jetzt aus dem Öl- und Gasgeschäft auszusteigen und komplett auf Erneuerbare Energien umzustellen. 

"Shells Vorgehen ist skandalös. Der Konzern verseucht das Grundwasser an Land und plant, die Nordsee als Müllkippe zu missbrauchen – dieser Wahnsinn muss gestoppt werden," forderte Greenpeace-Meeresbiologe Christian Bussau. "Ein Geschäftsmodell, das den Planeten zerstört, darf keine Zukunft haben."

Der Protest in Köln war nur eine kleine Aktion von Greenpeace: Wenige Aktivisten stellten symbolisch ein "Shell-Fossil" vor den Kölner Dom und versuchten so Aufsehen zu erregen.

Titelfoto: Greenpeace/Bernd Lauter/pr

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