Großer Busausfall vor Schulstart: KVB haben weiterhin etliche Kranke zu verzeichnen

Köln – Die angespannte Personalsituation bei den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) will offenbar nicht abnehmen. Etliche Busse fahren auch zu Beginn des neuen Schuljahres nur eingeschränkt.

Insgesamt sind fünf Linien der KVB von den Personalengpässen betroffen. (Symbolbild)
Insgesamt sind fünf Linien der KVB von den Personalengpässen betroffen. (Symbolbild)  © Oliver Güth/Kölner Verkehrs-Betriebe AG

"Ein Grund ist die weiterhin unverändert stark erhöhte Krankenquote, nicht nur, aber auch wegen zahlreicher Corona-Infektionen", beginnt KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks am Montagnachmittag.

Damit habe niemand rechnen können, denn auch die Personalreserve reiche nicht aus, um alle Dienste zu ersetzen, heißt es.

Zu Beginn des Jahres habe man sich der Personalplanung für das Jahr 2022 angenommen, jedoch niemals mit solch einer Situation gerechnet.

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Da es weiterhin ein Ziel des Verkehrsunternehmens sei, den "Fahrgästen einen verlässlichen, stabilen Fahrplan anbieten zu können", werde man das Angebot auf einigen Linien einschränken müssen:

  • Auf der Linie 124 fährt lediglich morgens ein Bus um 5.11 Uhr ab Breslauer Platz/Hbf und pendelt anschließend zwischen Merkenich und dem Gewerbegebiet Feldkassel
  • Die Buslinien 171, 173 und 179 entfallen weiterhin
  • Auf der Linie 172 entfallen die Fahrten, mit Ausnahme von Fahrten im Schülerverkehr (7.06 Uhr und 7.16 Uhr ab Widdersdorf, 13.38 Uhr ab Universitätsstraße sowie 14.43 Uhr und 15.13 Uhr ab Dom/Hbf Richtung Widdersdorf)

Nicht nur Krankheitsfälle, sondern auch Abgänge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen ein Auslöser für das Problem sein.

Entlastung erst zum Ende des Jahres

"Grund dafür ist ein hart umkämpfter Arbeitsmarkt in der gesamten Branche. Erschwerend kommt hinzu, dass die Fahrschulkapazitäten der KVB derzeit ausgeschöpft sind und sich kurzfristig nicht erweitern lassen", erklärt es das Unternehmen.

Im vergangenen Jahr habe man wegen der Corona-Schutzverordnungen keine ausreichenenden Schulungen durchführen können. "Wir haben inzwischen eine Recruiting-Kampagne gestartet und planen ab Oktober eine Aufstockung der Fahrschulplätze", sagt Haaks.

Ab November rechne man mit einer Entlastung.

Titelfoto: Oliver Güth/Kölner Verkehrs-Betriebe AG

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