Schwere Vorwürfe: Ist ein Sechsjähriger aus der Kita geflogen, weil er gerne mit Puppen spielt?

Gummersbach/NRW – Es sind schwere Anschuldigungen, die Eltern gegen eine Kita bei Gummersbach erheben. Ihr Sohn (6) soll aus der Tagesstätte rausgeschmissen worden sein, weil er gerne mit Puppen spielt.

Der 6-jährige Elias spielt gerne mit Puppen – das soll den Kita-Erziehern nicht gefallen haben. (Symbolbild)
Der 6-jährige Elias spielt gerne mit Puppen – das soll den Kita-Erziehern nicht gefallen haben. (Symbolbild)  © 123rf/alepenny

Die Mutter, Bianca Zelder (27), hatte bei Facebook ein Video hochgeladen, in dem sie die schlimme Vermutung äußerte.

"Wir finden, unser Kind ist so, wie es ist, gut. Und wir stehen definitiv dahinter, dass er sich so entfalten kann, wie er möchte. Und er darf so sein, wie er will", sagt die 27-Jährige darin unter Tränen.

Die Aufnahme entstand, nachdem sie den 6-Jährige aus dem Kindergarten abholen musste, weil er einen schlimmen Wutausbruch hatte. RTL berichtet über den Fall.

Im Interview mit dem TV-Sender und auch seinen Eltern gegenüber wollte Elias nicht erzählen, was ihn so sehr aufgebracht hat, dass die Erzieher sich nicht mehr im Stande sahen, mit dem Jungen umzugehen.

Die Eltern äußerten aber den Verdacht, für die Kita sei es ein Problem gewesen, dass Elias gerne mit Puppen spielt und sich manchmal auch als Mädchen verkleidet.

Die Kita wollte bislang keine Stellung nehmen

Die Verantwortlichen hatten sich laut Bianca Zelder schon früher an dem eher unüblichen Verhalten des 6-Jährigen gestört und den Eltern empfohlen, sich ans Jugendamt zu wenden.

Weil er nicht so akzeptiert wurde, wie er ist, sei Elias dann ausgerastet, so die Anschuldigung. Auf die Anfrage zu einer Stellungnahme wollte sich die Kita-Leitung laut RTL nicht zu dem Vorfall äußern.

Elias' Vater sieht sich dadurch offenbar noch mehr in der belastenden These bestätigt: "Das ist für die ein Dorn im Auge, gerade hier auf dem Land. Die gucken einen schief an, wenn er nur mit der Barbie vor der Haustür steht", sagte er im Interview.

Die Eltern müssen für ihren Sohn nun eine neue Kita suchen.

Titelfoto: 123rf/alepenny

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