Gutachten stellt fest: Klimaneutralität in Köln möglich, weitgreifende Maßnahmen notwendig

Köln - Ein wichtiges Gutachten zur Klimaneutralität von Köln beinhaltet etliche wissenschaftliche Erkenntnisse, die in den vergangenen Jahren herausgearbeitet wurden und künftig die politischen Entscheidungen beeinflussen sollen. Allen voran: die Klimaneutralität Kölns bis zum Jahr 2035.

Henriette Reker (65, parteilos) stellt klar, dass das Ziel erreicht werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen.
Henriette Reker (65, parteilos) stellt klar, dass das Ziel erreicht werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen.  © Oliver Berg/dpa

Eines steht offenbar fest: Das ambitionierte Ziel sei für Köln erreichbar, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

"Das motiviert uns ungemein, wird aber nur gelingen, wenn wir alle einen Beitrag leisten. Wir brauchen den Schulterschluss, eine breite Allianz, die konsequent und mutig handelt", sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker (65, parteilos).

In einem 465 Seiten starken Dokument, zusammengefasst in drei Bänden, werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Ziele erläutert. Dieses soll dem Rat seitens der Fachausschüsse der Domstadt am 8. Dezember vorgelegt werden.

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"Alle Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Politik, Institutionen sowie die Kölnerinnen und Kölner rufe ich daher auf, mit uns an einem Strang zu ziehen - für Köln, für das Klima, für den Erhalt unserer Erde. Jede und jeder nimmt auf diesem gemeinsamen Weg ihre und seine eigene unverzichtbare Rolle ein", wünscht sich Reker.

Schlussendlich lautet das Ziel Kölns, seine Treibhausgasemissionen von aktuell rund 9,7 Millionen Tonnen pro Jahr auf unter eine Million Tonnen pro Jahr zu reduzieren.

Gutachten umfasst konkrete Handlungsempfehlungen

Köln möchte bis 2035 klimaneutral werden. Ein Gutachten zeigt, dass das möglich ist.
Köln möchte bis 2035 klimaneutral werden. Ein Gutachten zeigt, dass das möglich ist.  © Oliver Berg/dpa

Um das zu erreichen, müssten bis 2035 jedes Jahr durchschnittlich sieben Prozent der Emissionen eingespart werden. Zum Vergleich: Im Zeitraum von 1990 bis 2021 sanken die Treibhausgasemissionen jährlich gerade einmal um 0,7 Prozent.

Insgesamt waren 20 Wissenschaftler und Ingenieure, sämtliche Dezernate der Stadt und der Kölner Klimarat an der Fertigung des Gutachtens beteiligt. Vier Forschungsstellen, unter anderem das renommierte Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, haben das Unterfangen wissenschaftlich begleitet.

Das Gutachten umfasst neben harten Fakten auch Handlungsvorschläge. So sollten unter anderem die erneuerbaren Energien ausgebaut sowie der Energie- und Wärmebedarf reduziert werden.

Titelfoto: Montage: Oliver Berg/dpa

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