Gewalt, Einsamkeit und Überforderung: Hilfe für Kölner in Krisenzeiten

Köln - Während der Corona-Krise leiden viele Kölner unter Gewalt, Einsamkeit und Überforderung. Die Kölner Hilfsangebote stehen bereit, viele bieten Hilfe am Telefon an.

Die Stadt Köln und alle Beratungsstellen rufen auf: "Nehmt Hilfe in Anspruch! Lasst Euch beraten!"
Die Stadt Köln und alle Beratungsstellen rufen auf: "Nehmt Hilfe in Anspruch! Lasst Euch beraten!"  © Michael Kappeler/dpa

Ob Depressionen, Job-Verlust oder einfach die leere Einsamkeit im Lockdown - viele Menschen durchleben momentan harte Wochen und Monate, ohne einen Ansprechpartner zu haben.

Die Stadt Köln und alle Beratungsstellen rufen anlässlich eines Aktionstags am kommenden Donnerstag, 17. Dezember 2020, auf: "Nehmt Hilfe in Anspruch! Lasst Euch beraten! Niemand sollte sich für Überforderung, Ängste oder Probleme schämen"

Sehr viele Menschen kämen derzeit an ihre Grenzen, ganz unabhängig von Beruf oder sozialem Umfeld.

Kontrollverlust, keinen Einfluss auf das Geschehen zu haben, und Perspektivlosigkeit machten vielen Kölnern zu schaffen. Was helfe, sei über die Sorgen und Gefühle zu sprechen.

Im Fall von häuslicher Gewalt beispielsweise den Täter anzuzeigen. Das Gewaltschutzgesetz ermöglicht, den Täter auch der gemeinsamen Wohnung zu verweisen.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) möchte Betroffene ermutigen: "Sie sind mit Ihren Problemen und Sorgen nicht alleine! Auch an den Feiertagen sind Menschen für Sie da und bieten Ihnen Unterstützung. An den Hotlines treffen Sie auf geschulte Profis mit viel Erfahrung und einem offenen Ohr für Sie."

Und weiter: "Ob Kind, ob Frau, ob Mann – rund um die Uhr gibt es Rufnummern oder Kontaktadressen, die Sie erreichen und nutzen können, auf Wunsch auch anonym. Bitte ergreifen Sie die angebotenen Hilfen, genau dafür sind da."

Notrufe und Seelsorge-Telefon rund um die Uhr

  • Notruf der Polizei: 110
  • Bei Verdacht oder festgestellter Kindeswohlgefährdung: 0221/221-90999, Gefährdungsmeldungs-Sofort-Dienst (GSD), Amt für Kinder, Jugend und Familie
  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 08000/116 016
  • Schutz von Frauen außerhalb der eigenen Wohnung: Hotline 0221/376490
  • Telefonseelsorge: 800 111 0 111, 800 111 0 222 oder 116 123

Weitere Hilfsangebote in Köln bei Not, Einsamkeit und Gewalt

Zusätzliche Kölner Kontakte und Beratungsstellen (erreichbar an Werktagen):

Linksrheinisches Gewaltschutzzentrum

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. 0221/12695-0

Rechtrheinisches Gewaltschutzzentrum

Diakonie Michaelshoven e.V. 0221/9956-4444

Für männliche Opfer bei häuslicher Gewalt:

Haus der sozialen Dienste des SKM e.V. 0221/2074-0

Beratungsstelle für Mädchen

Lobby für Mädchen e.V. 0221/45355650

Nummer gegen Kummer, Kinder- und Jugendtelefon: 116111

Kinderschutzbund. Montag bis Samstag 14 bis 20 Uhr, Montag, Mittwoch und Donnerstag 10 bis12 Uhr

Nummer gegen Kummer, Elterntelefon: 0800/110550

Kinderschutzbund. Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Dienstag und Donnerstag bis 19 Uhr.

Städtische Familienberatungsstellen

Diese sind erreichbar: montags bis donnerstags 8.30 bis 16.30 Uhr, freitags 8.30 bis 13.30 Uhr. Offene Telefonsprechstunde donnerstags 10 bis 12 Uhr, unter den Rufnummern:

Chorweiler und Nippes 0221 / 88877730

Ehrenfeld und Lindenthal 0221 / 221-30620

Innenstadt, Nippes und Rodenkirchen 0221 / 221-24923

Kalk und Porz 0221 / 221-31090

Mülheim 0221 / 221-29480

www.stadt-koeln.de/familienberatung

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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