Immer wieder Maskenverstöße in Bus und Bahn: Kölner KVB erklärt sich

Köln – Trotz der seit Ende April geltenden Maskenpflicht sieht man täglich Personen "oben ohne" in Kölner Bussen und Bahnen. Die Kontrolle ist für die KVB nur in begrenzter Form möglich.

Laut KVB halten sich tagsüber fast alle Fahrgäste an die Maskenpflicht in Bus und Bahn (Archivbild).
Laut KVB halten sich tagsüber fast alle Fahrgäste an die Maskenpflicht in Bus und Bahn (Archivbild).  © Oliver Berg/dpa

Denn die Kölner Verkehrsbetriebe verweisen darauf, dass es sich bei der Maskenpflicht um eine Anordnung der Landesregierung handele. Daher liege die Verantwortung nicht bei der KVB.

Der Handlungsspielraum der Kontrolleure ist daher auch begrenzt. Fahrgäste würden aufgeklärt, sensibilisiert und in manchen Fällen auch ermahnt.

Verweigert eine Person jedoch die Bedeckung von Mund und Nase, bleibt der KVB nur die Nutzung des Hausrechts. In diesem Fall können Fahrgäste aus der Bahn bzw. dem Bus verwiesen werden. Laut KVB ist das aber eher die Ausnahme.

Bußgelder darf nur das Ordnungsamt der Stadt Köln verhängen. Es gab bereits gemeinsame Kontrollen, allerdings gibt es in einer großen Stadt wie Köln viele Bereiche, wo kontrolliert werden muss.

Aus Sicht der KVB halten sich "sehr viele, aber nicht alle Fahrgäste" an die Maskenpflicht. 

Im Rahmen der Ticketkontrolle achten die Mitarbeiter auch auf die Einhaltung der Maskenpflicht. Manche Menschen würden die Maske einfach vergessen oder trügen diese nur über dem Mund. Mit freundlicher Ansprache und etwas Fingerspitzengefühl erreiche man diese Fahrgäste, berichten KVB-Mitarbeiter.

Akzeptanz für Maskenpflicht nimmt abends ab

Fahrgäste steigen mit Mundschutz aus und in eine Stadtbahn am Neumarkt (Archivbild).
Fahrgäste steigen mit Mundschutz aus und in eine Stadtbahn am Neumarkt (Archivbild).  © Oliver Berg/dpa

Aber es gebe auch Verweigerer, die die Maske nur bei Kontrollen aufsetzten. Generell lasse die Disziplin zu später Stunde – insbesondere bei jüngeren Fahrgästen – nach.

Ein KVB-Sprecher nennt dazu auch Zahlen. Während tagsüber mehr als 95 Prozent eine Maske tragen, sind es abends schätzungsweise nur noch 80 Prozent.

Dazu sollte man wissen, dass manche Menschen aufgrund ihrer Erkrankungen per Attest von der Maskenpflicht befreit sind. Der Rest muss sich aber an die Regeln halten, auch wenn es wieder heiß werden sollte.

Die KVB will weiterhin auf den Faktor Kommunikation setzen und damit unterstreichen, dass die Masken dem eigenen Schutz und dem anderer dienen. Das Unternehmen sieht sich zusammen mit den Fahrgästen in der Verantwortung, "dass ein Fahren mit Bus und Bahn ohne große gesundheitliche Risiken möglich ist".

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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