Impfaktion in Kölner Zentralmoschee: Angebot ist offen für alle

Köln – In der Kölner Ditib-Zentralmoschee können sich Bürger an diesem Wochenende gegen das Coronavirus impfen lassen.

Am Wochenende findet in der Kölner Zentralmoschee eine Impfaktion gegen das Coronavirus statt.
Am Wochenende findet in der Kölner Zentralmoschee eine Impfaktion gegen das Coronavirus statt.  © Henning Kaiser/dpa

"Wir hoffen damit Menschen zu erreichen, die bisher vielleicht nicht so viel Vertrauen in die Impfungen hatten", sagte die Kölner Impfärztin Nora Bertenburg am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Das Impfangebot sei nicht auf Mitglieder der muslimischen Gemeinde beschränkt, sondern offen für alle.

Für die Sonderimpfaktion stünden 2000 Impfdosen von AstraZeneca zur Verfügung.

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Dabei handele sich um überschüssige Dosen aus dem Kölner Impfzentrum.

Vom heutigen Donnerstag an können Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Angestellte in der Justiz und Steuerfahndung in Köln einen Impftermin vereinbaren.

Das Gleiche gilt auch für Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren sowie für Eltern schwer chronisch kranker Minderjähriger, die selbst nicht geimpft werden können.

Die Inzidenzzahl in der bevölkerungsreichsten Stadt Nordrhein-Westfalens liegt aktuell bei 177,7.

Diskussion um weiteren Impfstoff für Kölner Brennpunktviertel

Die Stadt Köln fordert vom Land weiteren Impfstoff für die Schwerpunktaktionen in sozialen Brennpunkten.
Die Stadt Köln fordert vom Land weiteren Impfstoff für die Schwerpunktaktionen in sozialen Brennpunkten.  © Oliver Berg/dpa

Unterdessen fordert die Stadt Köln vom Land weiteren Impfstoff für die Schwerpunktaktionen in sozialen Brennpunkten. Seit Montag bieten mobile Teams in den Hochhaussiedlungen von Chorweiler Impfungen an, der Kölnberg und weitere Stadtteile mit besonders hohen Inzidenzwerten sollen folgen.

Das Land hatte Köln 1000 zusätzliche Impfdosen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus dürfen für das Pilotprojekt laut einem Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums nur Impfstoffdosen verwendet werden, die bei den derzeit laufenden regulären Impfungen "keine Verwendung mehr finden können".

Das Kontingent sei nun nahezu aufgebraucht, sagte eine Stadt-Sprecherin am Donnerstag. Wenn das Land keine weiteren Impfdosen zur Verfügung stelle, könnten ab Montag keine "aufsuchenden Impfungen" mehr angeboten werden.

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Ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums teilte am Donnerstag mit, die Stadt Köln sei aufgefordert worden, dem Ministerium bis Ende der Woche über den Stand des Pilotprojekts zu berichten. Dann werde das weitere Vorgehen besprochen.

Das Ministerium will für benachteiligte Stadtteile in NRW-Kommunen insgesamt 100.000 Impfdosen bereitstellen. Gut ein Drittel davon werde ab kommender Woche verfügbar sein, erklärte der Sprecher. Über die Verteilung werde basierend auf den ersten Erfahrungen aus Köln entschieden.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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