Kampf gegen Haarausfall: Forscher der Uni Köln machen Mut

Köln – Haarausfall ist für viele Männer ein Problem. Ein Forschungsprojekt der Universität Köln hat neue Erkenntnisse gewonnen, die Betroffenen Mut machen könnten.

Haarausfall ist für viele Männer ein Problem. (Symbolbild)
Haarausfall ist für viele Männer ein Problem. (Symbolbild)  © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Die entsprechenden Forscher beschäftigten sich mit den so wichtigen Haarfolikelstammzellen. 

Durch Umwelteinflüsse wird jeden Tag etwa 1,5 Gramm Zellmaterial der Haut und ihrer Bestandteile beschädigt und abgestoßen. Das abgestoßene Gewebe wird durch Stammzellen ersetzt. Altern diese Stammzellen jedoch, wird ihre Funktion beeinträchtigt und es kommt - vereinfacht gesagt - zum Haarausfall, der viele Sorgen bereitet.

Das Forschungsteam untersuchte daher, wie die Langlebigkeit von Stammzellen gesteuert wird und entdeckte dabei einen Mechanismus.

Der Haarausfall kann verhindert werden! Es wurde ein neuer Mechanismus entdeckt, der die Langlebigkeit von Stammzellen steuert. Eine wichtige Rolle dabei spielt wohl das Protein Rictor.

Diese These wird auch von einem Mausmodell gestützt, dass die Wissenschaftler Prof. Sabine Eming und Dr. Xiaolei Ding entwickelten. 

Jene Mäuse, denen Rictor fehlte, zeigten dabei mit zunehmendem Alter Haarausfall und eine Abnahme der Zahl der Haarfollikelstammzellen.

Aus Sicht der Dermatologin Eming muss nun geprüft werden, inwieweit sich die vorklinischen Befunde auf die Stammzellbiologie im Menschen übertragen lassen. Möglicherweise könnten die Erkenntnisse pharmazeutisch genutzt werden, um Alterungsprozesse im Haarfollikel entgegenzuwirken und Haarausfall zu vermeiden. 

Das Team wurde von Professorin Sara Wickström (Universität Helsinki und Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns) und der Dermatologin Professorin Sabine Eming (Universität Köln) geleitet und umfasst Forscher des Exzellenzclusters der Universität Köln für Altersforschung CECAD, des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns, des Sonderforschungsbereichs SFB 829 "Molekulare Mechanismen zur Regulierung der Hauthomöostase", des Zentrums für Molekulare Medizin (ZMMK) (alle in Köln) und der Universität Helsinki.

Der Artikel "Glutamine Metabolism Controls Stem Cell Fate Reversibility and Long-Term Maintenance in the Hair Follicle" wurde in Cell Metabolism veröffentlicht.

Titelfoto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

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