105-Jährige geimpft: Ihre weisen Worte über das Coronavirus

Köln - Elisabeth Steubesand - Oma, Uroma und mit stattlichen 105 Jahren älteste Kölnerin - hat ihre erste Corona-Impfung bekommen.

Elisabeth Steubesand (105) ist älteste Kölnerin. Sie bekam am Montag ihre erste Corona-Impfung.
Elisabeth Steubesand (105) ist älteste Kölnerin. Sie bekam am Montag ihre erste Corona-Impfung.  © Horst Konopke

Die einstige Chefsekretärin, die noch zu Hause lebt, ließ sich die Spritze direkt bei der Inbetriebnahme des Kölner Impfzentrums am Montag in den Arm setzen. Den Pikser ertrug sie tapfer.

"Es ist eine sehr gute Sache", sagte die 105-Jährige. "Diese Krankheit ist sehr, sehr schlimm." Sie hofft, dass sich möglichst viele weitere Menschen impfen lassen.

Begleitet wurde die Seniorin von ihrem Enkel Georg Husemann. Seine Oma sei eingefleischte Karnevalistin, berichtete dieser. Ihr Mann habe einst die "Stars" auf die Bühne geleitet, die Großmutter schrieb Lieder.

Aufregung - wie vor Fotografen bei einem Impftermin - perle daher an der 105-Jährigen weitestgehend ab.

"Dass sie nicht noch angefangen hat, kölsche Lieder zu singen, ist alles."

Die Nachrichten verfolge seine Großmutter aufmerksam. Natürlich habe sie etwas aufgewühlt, dass der Karneval diesmal notgedrungen ausfallen müsse.

Elisabeth Steubesand (l, 105) spricht im Impfzentrum vor ihrer Impfung mit Henriette Reker (64, parteilos), Oberbürgermeisterin von Köln.
Elisabeth Steubesand (l, 105) spricht im Impfzentrum vor ihrer Impfung mit Henriette Reker (64, parteilos), Oberbürgermeisterin von Köln.  © Oliver Berg/dpa

105-jährige Elisabeth Steubesand ist die älteste Kölnerin

Auf die Frage, was das Geheimnis ihres hohen Altes sei, sagte die 105-Jährige, sie sei ein sonniger Mensch.

Sie kenne keinen Streit, das habe sie so weit gebracht. "Meckereien und Schimpfereien und so weiter habe ich im Leben nie gekannt."

Titelfoto: Horst Konopke

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