Paketfahrer parkt auf Radstreifen, wird erwischt und rastet voll aus

Köln - Bei einigen Paketfahrern liegen die Nerven offensichtlich blank. Die Corona-Pandemie sorgt für riesige Paketberge und enorm viel Arbeit. In Köln rastete ein Paketbote am Dienstag völlig aus, weil er beim gefährlichen Parken auf einem Radstreifen erwischt wurde. Eine Mitarbeiterin des Kölner Ordnungsamtes griff durch.

Der Paketbote parkte dreist und verboten auf dem roten Radweg bei durchgezogener Linie. Eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes griff ein.
Der Paketbote parkte dreist und verboten auf dem roten Radweg bei durchgezogener Linie. Eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes griff ein.  © TAG24

Die Szene spielte sich am Dienstagmittag am Kölner Neumarkt ab. Ein Paketbote mit einem weißen Mercedes parkte dreist und verboten mitten auf dem roten Radstreifen an der Ecke zur Schildergasse.

Der Radweg ist an dieser Stelle mit einer durchgezogenen Linie von der restlichen Straße abgetrennt, das Überfahren somit verboten.

Der Paketbote störte sich daran nicht und hielt auf dem Radweg an, sortierte mit geöffneter Tür einige Amazon-Pakete für die Zustellung.

Radfahrer umkurvten riskant das Auto, mussten sich so dem Autoverkehr ausliefern.

Eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes fuhr selbst per Rad an der Stelle vorbei und wies den Falsch-Parker in die Schranken.

Der ignorierte zunächst jedoch die Ordnungshüterin und hatte kein Einsehen. Mit dreisten Worten wollte er die Frau abweisen, seinen Fehler nicht eingestehen.

Erst nach mehrmaliger Ermahnung sah der erzürnte Paketbote das Problem und die Gefahr für die Radfahrer, stieg wütend in sein Auto und fuhr es wenige Meter weiter und stellte es korrekt auf der Straße ab.

Anderer Paketbote zeigte, wie man richtig parkt

Erst nach einigen Aufforderungen parkte der Paketbote sein Auto um und räumte den Radweg.
Erst nach einigen Aufforderungen parkte der Paketbote sein Auto um und räumte den Radweg.  © TAG24

Radfahrer konnten so sicher über den Radweg fahren, Autofahrer über die benachbarte Fahrspur ausweichen und ebenfalls vorbeifahren.

Die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes notierte sich den Fall allerdings. Der wütende Paketbote fuhr später mit aufheulendem Motor davon.

Ein besseres Beispiel lieferte übrigens ein anderer Paketbote ab, der zeitgleich hinter dem zuvor auf dem Radweg parkenden stand.

Er parkte korrekt auf der Straße. So mussten zwar einige Autofahrer abbremsen und auf die zweite Spur ausweichen. Er gefährdete aber keine Radfahrer, die regelmäßig in solchen Situationen von Autos und Lastern angefahren und Opfer bei Unfällen werden.

Titelfoto: TAG24

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