Köln bereitet sich auf steigende Infektionszahlen vor

Köln – Der Krisenstab der Stadt Köln hat am Dienstag einige Maßnahmen beschlossen, die in Kraft treten sollen, falls der kritische Inzidenz von 35 an drei Tagen in Folge überschritten wird.

Köln Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63, parteilos) appelliert an die Kölnerinnen und Kölner.
Köln Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63, parteilos) appelliert an die Kölnerinnen und Kölner.  © Marius Becker/dpa

Wie die Stadt mitteilte, lag die Inzidenzzahl in der Domstadt am Dienstag um 15 Uhr bei 34,4. Demnach sind auf Kölner Gebiet derzeit insgesamt 4.519 Corona-Fälle bestätigt.

Der kritische Wert von 35 ist somit vorerst nicht überschritten. Er gibt als Grenzmarke, ab der über neue Corona-Maßnahmen – wie etwa Einschränkungen im öffentlichen Leben – abgestimmt werden muss.

Für den Fall, dass die Infektionszahlen wieder steigen, hat der Krisenstab eine Reihe von Einschränkungen beschlossen. Diese sehen eine Maskenpflicht beim Besuch von Kulturveranstaltungen vor.

Private Feiern dürfen dann zudem nur noch von höchstens 75 Personen, anstatt wie bisher von 150 Personen besucht werden.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63, parteilos) sagte zu der Entscheidung: "Sollten die Infektionszahlen steigen, werden wir nicht darum herum kommen, auf nach dem Lockdown wieder liebgewonnene Freiheiten erneut zu verzichten".

Die Einwohner hätten den weiteren Verlauf mit ihrem Verhalten selbst in der Hand. "Ich appelliere an die Vernunft der Kölnerinnen und Köln, sich wieder konsequenter an die Schutz- und Hygieneregeln zu halten!"

Veranstalter sollen grundsätzlich 48 Stunden im Voraus über Absagen informiert werden

Im öffentlichen Raum sollen verstärkt Kontrollen durch das Ordnungsamt stattfinden. Sie sollen prüfen, ob geltende Kontaktbeschränkungen eingehalten werden.

Zuletzt hatten sich Veranstalter über die Corona-Politik der Stadt beschwert. Der 1. FC Köln hatte sein erstes Bundesliga-Spiel kurzfristig unter Ausschluss von Zuschauern bestreiten müssen.

Für solche Fälle wurde nun Einrichtung einer "Steuerungsgruppe Veranstaltungen" beschlossen. "Sie soll Empfehlungen und Regeln für Veranstalter laufend aktualisieren und diese bei der Erarbeitung von Infektionsschutzkonzepten beraten", erklärte die Stadt.

Falls Veranstaltungen wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt werden müssen, sollen die Verantwortlichen demnach grundsätzlich 48 Stunden im Voraus informiert werden.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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