Corona-Anstieg: Kölns OB Henriette Reker "wäre auch gerne im Stadion gewesen"

Köln – Für die Fans des 1. FC Köln war es ein herber Rückschlag: Nach dem kurzfristigen Zuschauer-Verbot für das Bundesliga-Spiel gegen 1899 Hoffenheim (2:3) am Samstag hat Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63) um Verständnis geworben.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63) wirbt im Vorfeld der Stichwahl für Verständnis, dass das Spiel des 1. FC Köln gegen 1899 Hoffenheim (2:3) am Samstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hat.
Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63) wirbt im Vorfeld der Stichwahl für Verständnis, dass das Spiel des 1. FC Köln gegen 1899 Hoffenheim (2:3) am Samstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hat.  © Montage: Federico Gambarini/dpa, Marius Becker/dpa

"Ich verstehe den Unmut, auch ich wäre am Samstag gerne im Stadion gewesen", sagte die parteilose Reker dem Kölner Stadt-Anzeiger.

"Wenn wir uns aber alle gemeinsam auf Regeln verständigen, dann müssen wir uns auch daran halten. Entscheidungen, die auf aktuellen Zahlen beruhen sollen, können eben auch nur aktuell getroffen werden."

Das Spiel hätte vor 9200 Zuschauern stattfinden sollen. Am Freitagabend zog die Stadt wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen kurzfristig ihre Erlaubnis zurück.

Die Kölner hatten die Zuschauer bereits ausgelost und informiert, Essen für den Business-Bereich bestellt und Ordner engagiert.

Rund 700.000 Euro an Ausgaben oder Einnahme-Verlust sollen demnach laut Kölner Stadt-Anzeiger entstanden sein.

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle (45) hatte daraufhin moniert, dass man Planungssicherheit brauche.

Corona-Zahlen in Köln überschreiten kritische Marke

Nach Angaben der Stadt, in der am kommenden Sonntag eine Oberbürgermeister-Stichwahl zwischen Reker und SPD-Herausforderer Andreas Kossiski (62) stattfindet, soll die Inzidenzzahl am Freitag "final bei 36,75" gelegen haben.

Dieser Wert ist offenbar durch Nachmeldungen gestiegen. Ab einem Wert von 35 dürfen laut des Hygienekonzepts der Deutschen Fußball Liga keine Zuschauer ins Stadion.

Titelfoto: Montage: Federico Gambarini/dpa, Marius Becker/dpa

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