Edel-Wein für 300.000 Euro wird von Kölner Gericht als Fake entlarvt

Köln – Ein bei einem Kölner Weinhändler verkaufter Edel-Rotwein im Wert von Tausenden Euro hat sich vor Gericht als Fälschung herausgestellt.

34 Flaschen vermeintlicher Edel-Rotwein konnten als unecht identifiziert werden. (Symbolbild)
34 Flaschen vermeintlicher Edel-Rotwein konnten als unecht identifiziert werden. (Symbolbild)  © 123rf.com/Dima Sobko

Das teilte das Oberlandesgericht (OLG) in Köln am Donnerstag mit. Vor dem OLG hatte der Krimi um den vermeintlich edlen Tropfen bereits das Landgericht beschäftigt.

Bei dem Fall ging es um eine Firma aus Bayern, die mit hochwertigen und seltenen Weinen handelt. 

Sie hatte im Jahr 2012 bei dem Kölner Händler 36 Flaschen Rotwein zum Preis von fast 300.000 Euro gekauft – angeblich von der französischen Edel-Weinlage "Romanée-Conti" und aus den Jahrgängen 2004 bis 2007.

Dieser vermutete nach Angaben der Firma aber eine Fälschung – 34 der 36 Flaschen seien zurückgeschickt worden. 

Die Firma aus Bayern wollte nun wiederum den anteiligen Kaufpreis zurückhaben und zog vor Gericht.

Wie sich nach Gerichtsangaben mit einer "speziellen Lupe" feststellen ließ, waren nur zwei Flaschen echt. "Die Beweisführung überzeugte Landgericht und Oberlandesgericht", so das OLG.

Das Landgericht gab der Klage auf Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe der betroffenen Flaschen Wein im Wesentlichen statt. Die Berufung dagegen wurde vom Oberlandesgericht zurückgewiesen.

Titelfoto: 123rf.com/Dima Sobko

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