Kölner Gerling-Quartier: Zoff um Wegerecht

Köln – Der Gereonshof im Kölner Gerling-Quartier wird wegen eines Verwaltungsfehlers der Stadt Köln zum Aufreger. 

Der Gereonshof liegt im Kölner Gerling-Quartier.
Der Gereonshof liegt im Kölner Gerling-Quartier.  © Lars Jäger

Der Platz hatte ursprünglich zum "Flanieren und Verweilen" einladen sollen. Die Eigentümer erlauben Passanten jedoch nur das einfache Begehen. Eine Pause auf den Bänken oder an den Brunnen ist somit nicht gestattet.

Nun meldet sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63, parteilos) zu dem Thema. Sie beauftragte die Fachverwaltung damit, Kontakt zu den Eigentümern aufzunehmen. 

Laut Reker sei in der Vergangenheit offensichtlich ein Fehler unterlaufen. Diesen wolle man jetzt bereinigen.

"Es ist nicht hinnehmbar, dass die Kölner das Viertel zwar durchqueren, sich aber beispielsweise an der Brunnenanlage nicht aufhalten können", sagt Reker.

Und weiter: "Natürlich muss das private Eigentum der Anlage respektiert werden, aber wer sich dort angemessen benimmt und aufhält, dem sollte das nicht verwehrt werden. Solche zentralen Orte in unserer Stadt müssen für alle Kölner zugänglich und nutzbar sein", plädiert die Politikerin.

Passanten dürfen den Gereonshof nur begehen, aber nicht auf ihm verweilen.
Passanten dürfen den Gereonshof nur begehen, aber nicht auf ihm verweilen.  © Lars Jäger

2015 seien sich laut Kölner Stadt-Anzeiger noch alle Parteien einig gewesen, dass der Platz zum "Flanieren und Verweilen" einladen sollte. Die Stadt hätte den Besitzern für das Wegerecht sogar 55.000 Euro gezahlt. Das Grundbuch und der Bebauungsplan widersprächen sich jedoch bezüglich einer konkreten Regelung.

Titelfoto: Lars Jäger

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