Köln greift nach Corona-Verstößen bei Gaststätten durch, volle Schildergasse bleibt offen

Köln - Sperrstunden ignoriert, überfüllte Bereiche vor den Gaststätten, schlechte Luft in den Gasträumen - Kölner Ordnungskräfte haben am Wochenende in Kölns großer Studentenmeile "Kwartier Latäng" bei Verstößen gegen die Corona-Regeln durchgegriffen.

Die Schildergasse im Mai 2020 in Köln. Auch aktuell ist die beliebte Einkaufsstraße ohne Regeln für Besucher geöffnet.
Die Schildergasse im Mai 2020 in Köln. Auch aktuell ist die beliebte Einkaufsstraße ohne Regeln für Besucher geöffnet.  © Marius Becker/dpa

Zahlreiche Gaststättenbetreiber hätten die Hygiene-Vorgaben missachtet, teilte die Stadt Köln am Sonntag mit. 

Dagegen sei es in den sehr gut besuchten Park- und Grünanlagen zu keinen gravierenden Verstößen gekommen.

Der Ordnungsdienst der Stadt Köln zog am Freitag- und Samstagabend nach Angaben der Stadt seine Außendienstkräfte an den Hotspots zusammen: Außengastronomien, die trotz Sperrstunde geöffnet und zu viele Besucher hatten, seien geschlossen worden. 

Überfüllte Plätze vor den Kneipen wurden geräumt. Bei zu schlechter Luft in den Gasträumen mussten die Betreiber für bessere Lüftung sorgen.

Allein in der Nacht zu Samstag erhielten den Angaben zufolge 15 Gaststättenbetreiber Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung, die Sperrzeitenregelung und wegen Lärmverstößen.

Fußgängerzone Schildergasse zieht Menschenmassen an

Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hatte noch am Freitag an die Bürger appelliert, die Abstandsregeln einzuhalten: "Es verhalten sich immer mehr Menschen so, als wäre die Pandemie schon beendet", sagte Reker. "Und das ist gefährlich."

Trotz etlicher Verstöße gegen Corona-Regeln vor allem am Wochenende bei gutem Wetter hatte die Stadt vorerst von weiteren Sperren für beliebte Plätze in der Stadt abgesehen. So ist die Einkaufsstraße Schildergasse weiterhin normal geöffnet.

Aktuell gilt ein sogenanntes Verweilverbot für den Brüsseler Platz im angesagten Belgischen Viertel.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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