Krasse Corona-Bilder: Video zeigt völlig überfüllten Kölner Rheinboulevard

Köln – Da mag man seinen Augen kaum trauen! Im Netz ist ein Video aufgetaucht, das den viel bevölkerten Rheinboulevard in Köln zeigt - bei Instagram-Usern sorgt das angesichts der Corona-Pandemie für Wut und Entsetzen.

Der Kölner Rheinboulevard gilt bei schönem Wetter als Menschen-Hotspot - zu Corona-Zeiten kann das schnell zum Problem werden. (Archivfoto)
Der Kölner Rheinboulevard gilt bei schönem Wetter als Menschen-Hotspot - zu Corona-Zeiten kann das schnell zum Problem werden. (Archivfoto)  © David Young/dpa

Nach zuletzt eisigen Zeiten mit teilweise bis zu 23 Grad im Minusbereich hat Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Tagen einen Wetterumschwung erlebt.

Am Wochenende kletterte das Thermometer bis zur 20-Grad-Marke über Null. Blauer Himmel und Sonne sorgten dabei vor allem in der Domstadt für wahre Frühlingsgefühle.

Klar, dass da geschätzt jeder Kölner das erste T-Shirt-Wetter des Jahres vor der Haustür genießen wollte. Das Problem: Zahlreiche Sonnenanbeter haben sich dafür dasselbe Fleckchen Erde - den Rheinboulevard mit seiner ausladenden Treppe - ausgesucht.

Während das Ufer an der Hohenzollernbrücke an Regentagen wie ausgestorben ist, sah das vor allem am wohltemperierten Sonntag anders aus.

Wie viele Menschen sich wirklich auf den Stufen am Wasser aufgehalten haben, ist in einem kurzen Clip auf dem Instagram-Kanal "koelnistkool" zu sehen – und der Anblick ist wirklich nicht ohne.

Aus einem Auto von der Deutzer Brücke filmte ein Zeuge das muntere Treiben auf dem Rheinboulevard. Dazu die Kommentare: "Köln kennt kein Corona" und "3. Lockdown incoming".

Das Instagram-Video zeigt den trotz Corona viel besuchten Rheinboulevard in Köln

"Alles richtig gemacht": Nicht jeder Instagram-User hält das Video für problematisch

Auch in den kommenden Tagen soll es in Nordrhein-Westfalen frühlingshaft bleiben.
Auch in den kommenden Tagen soll es in Nordrhein-Westfalen frühlingshaft bleiben.  © Screenshot/dwd.de

Und tatsächlich sorgen die Bilder zu Pandemie-Zeiten regelrecht für Beklemmungen, denn es tummeln sich offenbar Hunderte Menschen auf verhältnismäßig engem Raum. Ob dabei die 1,5-Meter-Abstandsregel eingehalten wird und sämtliche Anwesende einen Mund-Nase-Schutz tragen, ist mehr als fraglich.

Die Instagram-Nutzer reagieren dementsprechend empört: "Wieso verstehen es die Leute nicht endlich mal...", schreibt eine Userin in den Kommentaren, während anderen regelrecht die Sprache fehlt: "Oh Mann."

"Wo sind denn das Ordnungsamt und die Polizei, die jeden Tag auf der Venloer Straße rumlaufen und kontrollieren", kritisiert ein weiterer Nutzer und erhält dafür innerhalb kürzester Zeit mehr als 100 Likes.

Doch nicht nur am Rhein sei es "soooo brechend voll" gewesen, berichten Kölner. Auch am Aachener Weiher mit seinen Grünflächen soll es ähnlich ausgesehen haben.

Es gibt jedoch auch User, die sich von dem Video eher weniger beeindruckt zeigen. "Das ist doch alles draußen an der frischen Luft, passiert nichts", schreibt einer und wird von anderen bestätigt: "Bewegung ist gut und hält gesund, die Leute haben alles richtig gemacht."

Wieder andere nehmen es mit (Galgen-)Humor: "Alles halb so schlimm, wenn mer zusamme sin", zitiert ein Nutzer das bekannte Karnevalslied von Brings.

Kölner Polizeipräsident hat klaren Appell: "Sonnen-Spots" meiden!

Dass es sich bei solchen Menschen-Ansammlungen aber durchaus um eine ernste Angelegenheit handelt, betonte noch am Montag der Kölner Polizeipräsident. Man solle die beliebten "Sonnen-Spots" meiden und das Frühlingswetter lieber dezentral genießen, lautete sein Appell.

Ob diese Ansage fruchtet, bleibt allerdings abzuwarten, denn auch in den kommenden Tagen wird laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) Sonne mit bis zu 20 Grad erwartet.

Titelfoto: David Young/dpa

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