Nach Corona-Pause: Wincent Weiss singt vor wenigen Fans in Lanxess-Arena

Köln – Nach monatelanger Corona-Pause ist Popsänger Wincent Weiss in Köln wieder bei einem Arena-Konzert aufgetreten. Die Lanxess-Arena war bis auf den letzten Platz ausverkauft – und erschien dennoch halbleer.

Sänger Wincent Weiss (27) bei seinem Bühnen-Comeback.
Sänger Wincent Weiss (27) bei seinem Bühnen-Comeback.  © Thomas Banneyer/dpa

Das Konzert wurde von einem neuen Konzept ermöglicht, das trotz Corona-Pandemie Live-Auftritte in Konzerthallen erlauben soll. Teil davon waren kleine, zur Bühne hin geöffnete Plexiglas-Boxen, in denen Zuschauer im Innenraum saßen.

Auch auf dem Unterrang wurden mit Abständen Menschen platziert. Hinzu kam ein ausgeklügeltes Leit-System, damit sich nicht zu viele Menschen auf den Wegen durch die Arena begegnen.

Die Kapazität der Halle, in die 20.000 Menschen passen, wurde zudem nur minimal ausgeschöpft: Rund 900 Fans waren zugelassen. Das Konzert von Weiss war innerhalb weniger Minuten ausverkauft.

"Geil! Endlich!", sagte der 27-Jährige bei seinem Bühnen-Comeback am Samstagabend, das von seinen Fans lautstark bejubelt wurde.

"Wir sind die Ersten, die das glaub ich sogar europaweit machen", erklärte Weiss seinem Publikum in der Kölner Lanxess-Arena. "Wenn wir uns gut anstellen, dann können wir es öfters machen."

Wincent Weiss mit klarer Ansage: "Scheißt auf Rassismus"

Plexiglasboxen sorgten für Sicherheitsabstand unter den Zuschauern.
Plexiglasboxen sorgten für Sicherheitsabstand unter den Zuschauern.  © Thomas Banneyer/dpa

Während des Konzerts hat Weiss seine Fans zum Kampf gegen Rassismus aufgerufen. "Bitte, bitte, bitte, seid in keinster Form und Art und Weise irgendwie rassistisch. Und macht das Maul auf, wenn ihr es seht", sagte er.

"Behandelt bitte alle Menschen, egal wo sie herkommen, welcher Hautfarbe sie sind, gleich und mit offenen Armen", forderte Weiss. "Erhebt die Stimme, macht euch laut und scheißt auf Rassismus."

Der Sänger nutzt seine Rückkehr auf die Bühne für ein klares Statement. Er wird noch mehrere Tage in der Domstadt bleiben und drei weitere Konzerte in der Lanxess-Arena spielen.

Über den Sommer verteilt sollen im gleichen Format nun weitere Künstler in Köln auftreten – unter anderem Popsängerin Nena (60).

Finanziell betrachtet ist das Konzept nach Angaben der Beteiligten noch nichts, mit dem sich viel Geld verdienen lässt. Bei der aktuellen Kapazität sei man in einem Bereich, in dem man "eher" subventioniere, erklärte der Veranstalter. Interessant ist aber die Perspektive, sollten irgendwann mehr Besucher möglich sein.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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