"Wichtiger Trostspender": Karneval soll am 11.11. "in kleiner Runde" starten

Köln/Düsseldorf – Angesichts der neuen Corona-Auflagen für Großveranstaltungen in NRW planen die Kölner Karnevalisten einen alternativen Start in die Session am 11.11. – mit deutlich weniger Besuchern. 

Karnevalisten planen kleinere Feiern zum Session-Start am 11.11. Viele Großveranstaltungen sind wegen Corona bis Ende 2020 untersagt.
Karnevalisten planen kleinere Feiern zum Session-Start am 11.11. Viele Großveranstaltungen sind wegen Corona bis Ende 2020 untersagt.  © Oliver Berg/dpa

Wegen der Infektionszahlen sei eine Sessionseröffnung in kleiner Runde mit Live-Übertragung im WDR das wahrscheinlichste Szenario, erklärte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn.

"So können auch zuhause an den Bildschirmen möglichst viele Jecken dabei sein", sagte er. Für die vielen anderen spontanen Karnevalsfeiern am 11.11. müsse die Stadt klare Regeln definieren.

Für die Veranstaltungen im kommenden Jahr hätten die neuen Vorgaben erstmal keine Konsequenzen, sagte Kuckelkorn.

"Das Festkomitee und die uns angeschlossenen Gesellschaften arbeiten seit Monaten auch an alternativen Varianten für unsere Veranstaltungen im Januar und Februar."

Die Karnevalisten hätten der NRW-Landesregierung dazu ein Konzept für Veranstaltungen in Sälen und Open Air vorgelegt.

"Das Konzept wird derzeit geprüft, wir rechnen mit einer Rückmeldung Mitte September und können dann unsere Pläne weiter konkretisieren", so der Festkomitee-Präsident.

Besonders in Krisenzeiten könne der Karneval ein wichtiger Trostspender für die Menschen sein, betonte er.

Politik verhängte strenge Regeln für Großveranstaltungen in NRW

Bund und Länder hatten vereinbart, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind, bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden sollen.

In NRW müssen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen künftig zudem von den Kommunen mit dem Land NRW abgestimmt werden.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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