Köln will "sobald wie möglich" in sozialen Brennpunkten impfen

Köln - Die Stadt Köln will sobald wie möglich mit der bevorzugten Impfung von Menschen in Stadtteilen mit hoher Inzidenz beginnen.

Die Stadt Köln will in Stadtteilen mit hoher Inzidenz wie im Stadtteil Chorweiler bevorzugt impfen.
Die Stadt Köln will in Stadtteilen mit hoher Inzidenz wie im Stadtteil Chorweiler bevorzugt impfen.  © Oliver Berg/dpa

"Ich habe die ganz große und begründete Hoffnung, dass es bald losgehen kann", sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (64, parteilos) am Freitag.

Sobald die Stadt ausreichend Impfstoff bekomme, sei es soweit - möglicherweise schon kommenden Montag. Sie wisse, dass manche Bürger sich dadurch benachteiligt fühlten. "Aber es handelt sich um eine Maßnahme der Gefahrenabwehr, die uns allen nutzt."

Reker sagte, sie sehe dieses Vorgehen vom Land gedeckt. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) hatte am Mittwoch im Landtag Schwerpunkt-Impfaktionen in sozialen Brennpunkten angekündigt. Deshalb gehe sie davon aus, dass das auch so möglich sei, sagte Reker.

Zudem habe die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) ihr bei der Organisation volle Unterstützung zugesagt.

Impfungen in Köln

Geplant seien solche Impf-Aktionen in insgesamt 15 "vulnerablen Sozialraumgebieten" - also Stadtteilen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche um ein Vielfaches höher liegt als in wohlhabenderen Vierteln.

Mobile Teams sollten unter anderem in den Hochhaussiedlungen von Chorweiler und dem Kölnberg Impfungen anbieten - insgesamt 700 pro Tag, sagte Reker.

Um die Menschen dort zu erreichen, seien muttersprachliche Unterstützung, Aufklärungsarbeit und eine enge Zusammenarbeit mit Sozialraumkoordinatoren und Hausärzten erforderlich.

"Das wird eine Mammutaufgabe", meinte die OB. Bei der Organisation habe ihr die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) volle Unterstützung zugesagt.

Reker sagte, sie sehe ihr Vorgehen vom Land gedeckt. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Mittwoch im Landtag Schwerpunkt-Impfaktionen in sozialen Brennpunkten angekündigt.

"Da wo Menschen in beengteren Wohnverhältnissen leben, ist die Gefahr sich anzustecken größer als bei jemanden, der in einem großzügig angelegten Einfamilienhaus wohnt", hatte Laschet gesagt.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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