Nach DHL-Streiks: Management und Verdi ringen um Kompromiss

Bonn – Auf ein Neues: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post DHL kehren die Arbeitgeber und die Arbeitnehmerseite an diesem Montag an den Verhandlungstisch zurück. 

Das Management von DHL und die Gewerkschaft Verdi verhandelt über einen Kompromiss im Tarif-Streit. Zuletzt hatten Warnstreiks in NRW für geringe Beeinträchtigungen gesorgt.
Das Management von DHL und die Gewerkschaft Verdi verhandelt über einen Kompromiss im Tarif-Streit. Zuletzt hatten Warnstreiks in NRW für geringe Beeinträchtigungen gesorgt.  © Marius Becker/dpa

Die Gewerkschaft Verdi fordert 5,5 Prozent mehr Geld für die 140.000 Beschäftigten in Deutschland, dem Bonner Konzern ist das viel zu viel. Er will in der zweitägigen dritten Verhandlungsrunde sein erstes Angebot auf den Tisch legen.

Bisher hatten Firmenvertreter nach Darstellung von Verdi nur ein Plus von 1,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Die Post führt den stotternden Konjunkturmotor als Argument an. Verdi hingegen verweist auf die Paketflut im boomenden Online-Handel.

In den vergangenen Wochen hatte Verdi immer wieder mit Warnstreiks versucht, den Druck aufrechtzuerhalten – mehrere Tausend Beschäftigte machten mit, es kam zu Beeinträchtigungen bei der Sortierung und bei der Zustellung.

Bundesweit blieben deshalb etwa zwei Prozent der Brief- und Paketmenge an den Warnstreiktagen vorübergehend liegen. In einzelnen Regionen war der Anteil nicht zugestellter Sendungen deutlich höher.

Die Positionen beider Seiten liegen noch weit auseinander. Mit einer Einigung wird deshalb nicht vor Dienstagabend gerechnet. Sollte es keinen Kompromiss geben, dürfte es bis zur vierten Verhandlungsrunde weitere Warnstreiks geben.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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