Einzigartige Aufnahmen zeigen Corona-Folgen in Hafenbecken!

Köln - Die wirtschaftlichen Folgen der andauernden Corona-Pandemie sind noch lange nicht ausgestanden. Doch der extreme Stillstand während der schlimmsten Corona-Phasen wurden zeitweise sehr deutlich sichtbar. Im Hafen von Köln-Niehl belegten Satellitenaufnahmen die gravierenden Folgen für Fluss-Kreuzfahrten.

Diese Aufnahme im Hafen von Köln-Niehl von Google Maps ist im Jahr 2021 entstanden.
Diese Aufnahme im Hafen von Köln-Niehl von Google Maps ist im Jahr 2021 entstanden.  © Screenshot Google Maps

Köln ist bei den beliebten Reisen auf dem Rhein per Schiff ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt.

Die Flusskreuzfahrt-Unternehmen wie Viking, Amadeus, Nicko Cruises und A-Rosa schicken von Köln aus fast täglich Touristen auf Schiffsreisen entlang des Rheins.

Ziele wie Amsterdam, Rüdesheim und Koblenz sind Klassiker der Flusskreuzfahrten ab Köln.

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Doch als Touristen nicht an Bord durften, mussten auch die Schiffe dauerhaft festmachen!

Die aktuellsten Satellitenbilder von Goole Maps zeigen einen gigantischen Krisen-Parkplatz in Köln!

Über 35 Flusskreuzfahrtschiffe wurden monatelang im Hafen Köln-Niehl festgemacht.

Hier waren sie vor Rhein-Hochwassern geschützt und mussten ausharren.

Flusskreuzfahrten ab Köln sehr beliebt

Der Hafen in Köln-Niehl ist eigentlich Dreh- und Angelpunkt für Güterschiffe.
Der Hafen in Köln-Niehl ist eigentlich Dreh- und Angelpunkt für Güterschiffe.  © PR / Häfen und Güterverkehr Köln (HGK)

Betreiber des größten Hafens in Köln ist die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK).

Deren Sprecher Christian Lorenz bestätigte TAG24 die Ausnahmesituation in der Hochphase der Corona-Pandemie. "So eine Situation hatten wir vor Corona noch nicht."

Die Satelliten-Fotos mit den aus der Not heraus geparkten Schiffen entstanden nach Google-Angaben im Frühling 2021.

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Gleichwohl nutzten auch vor der Corona-Pandemie verschiedene Reedereien das Hafenbecken der HGK regelmäßig als Liegeplatz.

Dass aber mehr als 35 Flusskreuzfahrtschiffe für längere Zeit im Becken liegen, sei ein absolutes Novum. Inzwischen liegen deutlich weniger Schiffe im Becken.

Lorenz betonte, dass der Güterumschlag, also das Be- und Entladen von Schiffen, das eigentliche Kerngeschäft des Hafens sei.

Beim Reiseanbieter Amadeus blieb 2021 auch das einzige Jahr seit 2015, in dem kein Neubau in die Flotte aufgenommen wurde. Doch für 2022 hat das Unternehmen ein neues 5-Sterne-Schiff angekündigt.

Es soll auf der Donau, dem Rhein und seinen Nebenflüssen eingesetzt werden und wird damit auch hoffentlich Köln anlaufen und nicht nur im Hafenbecken parken.

Titelfoto: Screenshot Google Maps

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