Hin zur Spezial-Chemie: Lanxess übernimmt US-Materialschutz-Anbieter

Köln - Lanxess will sein Geschäft rund um Materialschutz- und Konservierungsmittel mit einer weiteren Milliarden-Übernahme in den USA ausbauen.

Lanxess-Chef Matthias Zachert (53) sieht den Konzern damit auf dem Weg zu einem der weltweit größten Anbieter antimikrobieller Schutzprodukte.
Lanxess-Chef Matthias Zachert (53) sieht den Konzern damit auf dem Weg zu einem der weltweit größten Anbieter antimikrobieller Schutzprodukte.  © Oliver Berg/dpa

Der Chemiekonzern kündigte am Dienstag an, vom Duftstoff- und Aromenhersteller IFF für rund 1,3 Milliarden US-Dollar (1,1 Mrd Euro) das Geschäft für antimikrobiellen Schutz zu übernehmen.

Lanxess-Chef Matthias Zachert (53) sieht den Konzern damit auf dem Weg zu einem der weltweit größten Anbieter antimikrobieller Schutzprodukte. Der Kaufpreis soll über die Ausgabe von Anleihen finanziert werden.

Der US-Anbieter antimikrobieller Wirkstoffe für Materialschutz, Konservierungs- und Desinfektionsmittel beschäftigt den Angaben zufolge rund 270 Mitarbeiter und betreibt zwei Produktionsanlagen an den US-amerikanischen Standorten St. Charles (Louisiana) und Institute (West Virginia). Die Übernahme soll im zweiten Quartal 2022 abgeschlossen sein.

Köln: Mit 220 Sachen über die A1: Autobahnpolizei schnappt Raser
Köln Crime Mit 220 Sachen über die A1: Autobahnpolizei schnappt Raser

Mit der Übernahme setzt Zachert den Konzernumbau hin zur Spezialchemie fort, die in der Regel profitabler ist als das Geschäft mit Standard- und Massenware.

Unattraktive Randbereiche wurden verkauft, der Fokus auf die Sparte Consumer Protection rund um Materialschutz, Desinfektionsmittel, Wasseraufbereitung und Feinchemikalien für die Agrar- und Pharmaindustrie verstärkt.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema Köln Wirtschaft: